Lehrveranstaltung

Allgemeine Informationsmittel

Begleitende Informationen

Dozent: Prof. Dr. Hermann Rösch
erarbeitet unter Mitarbeit von Sonja Härkönen

 

Stand: Gesamtkonzeption: August 2001
            Objektbezogen: vgl. jeweiligen Bearbeitungsvermerk


 

11.Mediengattungsspezifische Allgemeinbibliographien
11.1. Periodika
11.1.1. Allgemeines

Stand: August 2001

 

Periodika sind in fünf Schriftenklassen zu untergliedern:
              1.   Serien
              2.   Zeitschriftenartige Serien
              3.   Zeitschriften
              4.   Zeitungen
              5.   Periodische Kongreßschriften (mit unspezifischem Sachtitel)

Gemeinsam sind den Periodika vier Merkmale:
              1.   Folge von Teilen
              2.   unbegrenztes Erscheinen
              3.   Teile tragen den Sachtitel der Folge (Gesamttitel) und ihre Zählung
              4.   Teile erscheinen periodisch (regelmäßig oder unregelmäßig)

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11.1.1.1. Begriffsbestimmungen

Stand: August 2001

 

Zeitungen:
              - hohe Aktualität
              - hoher Erscheinungsrhythmus
              - thematische Universalität
              - allgemeine Zugänglichkeit)
              - an breite Leserschichten gerichtet
              - meist kurze unsignierte Beiträge

Zeitschriften:
              - weniger aktuell
              - erscheinen nicht so häufig
              - meist fachlich spezialisiert
              - meist nicht überall erhältlich
              - meist für bestimmte Zielgruppen
              - meist längere signierte Artikel

Zeitschriftenartige Reihen:
              - beliebig wiederholbare Neuauflagen desselben Werkes in größeren Zeitabständen (oft jährlich,
                etwa Jahrbuch der Bibliotheken)

Serien:
              - Einzelband einer Serie ist Einzelwerk
              - ein oder mehrere Verfasser
              - in sich abgeschlossenes Thema
              - paßt thematisch in Kontext der Serie

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11.1.1.2. Verzeichnung/Erfassung von Periodika

Stand: August 2001

 

Drei verschiedene Möglichkeiten der Verzeichnung von Periodika:
1. Hauptaufnahme unter dem frühesten Titel; von allen späteren Titeln wird verwiesen
    - dieses Verfahren erleichtert die konventionelle Katalogisierung, da die Gesamttitelaufnahme nicht verändert
      werden muß, sondern nur durch weitere Verweisungen ergänzt wird
2. Hauptaufnahme unter dem neuesten Titel; von allen früheren Formen wird verwiesen
    - diese Verfahren macht der Bibliothek mehr Arbeit, da Gesamtaufnahmen jeweils neu anzufertigen sind; aber
      es kommt dem Benutzer entgegen, da dieser eher unter dem moderneren, ihm geläufigeren Titel sucht
3. "split entry" Verfahren
    - "geteilter Eintrag": der Eintrag für ein Periodikum wird derart auf mehrere Hauptaufnahmen verteilt, daß jede
      Sachtitelfassung des Periodikums für ihren Erscheinungszeitraum eine eigene Titelfassung erhält (Beispiel ist
      die ZDB)
    - Nachteil: bei der Recherche in MF-Katalogen kann so ein mehrmaliges Hin- und Herspringen im gesamten
      Alphabet erforderlich werden, um unter größerem Aufwand z.B. die Geschäftsberichte einer Körperschaft
      zu ermitteln, die ihren Titel im Laufe der Zeit mehrfach geändert hat (Bsp. Gewerkschaft Druck und Papier
      -> IG Druck und Papier -> IG Medien für BRD -> IG Medien Deutschland); hilfreich wären in solchen
      Fällen nicht nur die "früher" "später" Verknüpfungen, sondern Gesamtübersichten zur Orientierung bei der
      Recherche (vgl. Allischewski, S. 203)

Angaben zu Erscheinungsverlauf und Bestand:
Für Periodika-Bibliographien in ungleich stärkerem Maße für Periodika-Kataloge stellt sich das Problem, in welchem Umfang, welcher Ausführlichkeit der Erscheinungsverlauf bzw. der konkret in einer Bibliothek vorhandene Bestand eines Periodikatitels angegeben werden soll. Hier bestehen (zumindest theoretisch) mehrere Alternativen:
    - die summarische Bestandsangabe (1953-1978; 1984-)
          * vgl. ZDB
          * Problem: was ist mit fehlendem Heft 7 des Jgs. 1958? (Beispiel JASON)
    - die Orientierung an der Jahrgangs- und/oder Bandzählung des Titels selbst
          * Problem: kann wechseln, aufgegeben werden, fehlerhaft sein...
    - die Orientierung an physischen Einheiten
          * Problem: Bibliotheken können unterschiedliche Bindequoten festlegen oder Jahrgänge aus Kostengründen
             nicht mehr binden lassen
    - die Orientierung an den jeweils erschienenen Einzelausgaben
          * Problem: bei häufig erscheinenden Periodika nicht zu realisieren (z.B. Zeitungen)

Varianten für laufende Verzeichnung:
    - Maximalkonzeption
          * Erfassung der Periodika innerhalb des Berichtszeitraumes mit allen erschienenen Jahrgängen, Jahrgangszählungen,
             eventuell sogar mit Aufführung der einzelnen (Sonder-)Hefte, Register, Beigaben usw. (= aufwendig und
             fehlerträchtig)
    - Minimalerfassung
          * Verzeichnung nur, wenn wesentliche Veränderungen innerhalb des Berichtszeitraumes eintreten,
             z.B. ein Periodikum
                - erscheint erstmalig
                - stellt das Erscheinen ein
                - ändert seinen Titel

Rückwärtige Verzeichnung:
    - bei der rückwärtigen Verzeichnung von Periodika stößt man häufiger auf Angaben wie "17. Jh." oder
      "1700"; da es Periodika wissenschaftlicher Art erst seit dem späten 17. Jahrhundert gibt, die Zeit davor
      allenfalls durch zeitungsartige Vorläufer gekennzeichnet ist, bedeutet diese Angabe keine Einschränkung
      für die umfassende Periodikaerfassung. Frühe Beispiele sind
        1665 Journal des savants. Paris.
        1665 Philosophical transactions. London.
        1683 Acta eruditorum. Deutschland.

Pressehandbücher:
    - mit den Pressehandbüchern gibt es einen besonderen Typ von Periodikaverzeichnissen, der dem VLB
      vergleichbar ist (z.B. Stamm); hier werden nur solche Periodika verzeichnet, die zu einem bestimmten
      Zeitpunkt auf dem Markt sind (enthalten vor allem Informationen für die Werbewirtschaft)

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11.1.1.3. Bibliographische Beschreibung der Periodika

Stand: August 2001

 

Hauptaufnahme, Ausführlichkeit der Bestandsangaben, des Erscheinungsverlaufes
Da Periodika über einen langen Zeitraum erscheinen, sind die Angaben, die zu dem Titel gehören, gegenüber Monographien ausgesprochen instabil (variantenreich). Dies erschwert die bibliographische Beschreibung und stellt auch bei der Titelrecherche ein Problem dar. Es kann sich z.B. ändern:
    - der Titel eines Periodikums (vgl. BuB: früher Bücherei und Bildung, heute Buch und Bibliothek; Mitteilungsblatt
      VdB NW - Pro Libris...)
    - die Erscheinungsfrequenz (monatlich, zweimonatlich, vierteljährlich, Doppelhefte...)
    - das Format (vgl. DOBI: mittlerweile in drei verschiedenen Formaten erschienen)
    - der Name der herausgebenden Körperschaft oder die Körperschaft selbst
    - der/die persönlichen Herausgeber

Unterschiedliche Regelwerke erfordern verschiedene Suchstrategien:
    - in PI-ähnlichen Verzeichnissen kommt der bei Periodika häufig entscheidende Herausgeber nicht zum Zuge;
      gesucht werden muß vielmehr unter dem oft relativ unspezifischen Sachtitel (Jahrbuch, Bericht, Protokoll...);
      an diesen Problemstellen wird die Recherche in umfangreichen Verzeichnissen erheblich erschwert
    - werden hingegen die RAK zugrunde gelegt, so werden die meisten Periodika unter der Körperschaft verzeichnet
      (unspezifischer Sachtitel, oder spezifischer Titel mit Nennung der Körperschaft im Titel und/oder der Körperschaft
      als Urheber); nur in den anderen Fällen kommt der Sachtitel zur Geltung

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11.1.2. Periodikakataloge und -bibliographien
11.1.2.1. Die Zeitschriftendatenbank

Stand: Dezember 2003

 

MF  ZDB
Zeitschriftendatenbank (ZDB). Wiesbaden 1979-. Mikrofiche-Ausgabe (36. Gesamtausdruck Okt. 1997).
              Quellen: Online-Verbund von 114 Teilnehmerbibliotheken (Ende 1996)
              Konzeption: Gesamtkatalog; Online-Verbund von 114 Teilnehmerbibliotheken (Ende 1996)
              Erscheinungsweise: halbjährlich
              Anlage: Alphabet der Sachtitel
              Berichtszeit: ca. 1700- (laufend)
              Umfang: 1 Mio. Titel mit 5,5 Mio. Bestandsmeldungen von 4.500 deutschen Bibliotheken (1999)
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Zeitschriften, zeitschriftenartige Reihen, Zeitungen und Schriftenreihen
              (Kongreßschriften analog zu der mit Erscheinungsjahr 1990 in den RAK vorgenommenen Änderung)
Besonderheiten:
    - Mengengerüst der ZDB Ende 2001:
  1992 1994 1997 1999 2000 (Juli) 2001 (Dez)
Bestände 2,6 Mio. 3,0 Mio. 4,1 Mio. 5,5 Mio.   5,6 Mio.
Titel 667.000 749.000 910.000 1,0 Mio. 1,01 Mio. 1,05 Mio.
Körperschaften 429.000 504.000 660.000 780.000   870.000

-   online verfügbar unter der URL: http://zdb-opac.de/

  ZDB
Zeitschriftendatenbank - Union Catalogue of Serials (ZDB). Hrsg. Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz. München: Saur. 2 CD-ROM.
              Quellen: Online-Verbund von 150 Teilnehmerbibliotheken (Januar 2001)
              Erscheinungsweise: halbjährlich
              Anlage: Alphabet der Sachtitel
              Berichtszeit: ca. 1700- (laufend)
              Suchkriterien: Suchmaske mit 29 Suchkategorien und 29 Registern
              Umfang: 1,08 Mio Titel mit 5,8 Mio Bestandsmeldungen von ca. 4.500 deutschen Bibliotheken (2003,1)
              Suchtechniken: Suchregister für Sigel und Leihverkehrsregionen
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Zeitschriften, zeitschriftenartige Reihen, Zeitungen und Schriftenreihen
              (Kongreßschriften analog zu der mit Erscheinungsjahr 1990 in den RAK vorgenommenen Änderung)
              Preis: 628 Euro Jahresabo, (für Verbundteilnehmer 520 Euro); 398 Euro Einzelausgabe
Besonderheiten:
    - 2002,1: 44% der Titel erscheinen in Deutschland, 56% (589.000) außerhalb Deutschlands; 350.000 laufend
      erscheinende Titel; 105.000 Titel mit Erscheinungsjahr vor 1900; 16.000 Titel neu gegenüber 2001,2
    - URLs und Links zu 5.800 elektronischen Zeitschriften
    - Darstellung aller Diakritika
    - Bibliotheksdatei mit URLs und Links zu den jeweiligen Bibliotheken
    - Verlag und Vertrieb ging mit Ausgabe 2000/1 vom DBI auf Saur-Verlag über
    - Entwicklungsperspektiven durch die neue Trägerschaft von SBB und DDB ab 2000:
          * Katalogisierung der Zeitschriften für die ZDB und für die Nationalbibliographie wird zusammengelegt
          * ZDB will keine Datenbank für Katalogisierer bleiben, sondern will selbst endnutzerorientierte
            Dienstleistungen erbringen
    - Navigation von der Zeitschrift über das Inhaltsverzeichnis zu den einzelnen Beiträgen (Metadaten)
    - umgekehrt vom einzelnen Beitrag oder auch vom Titel einer Zeitschrift zur Dokumentbestellung bei einer
      Bibliothek oder bei einem sonstigen Lieferanten (Printausgaben)
    - bei elektronischen Zeitschriften: Benutzer kann bei lizenzfreien Titeln direkt bestellen, bei
      kostenpflichtigen Titeln sich zur EZB durchstellen lassen oder andere Lieferdienste (SUBITO,
      GBV oder JASON) in Anspruch nehmen
    - geplante Erweiterungen der ZDB:
          * Nachweise aus nicht-bibliothekarischen Einrichtungen (Archive, Museen, pressehistorische oder
             kommunikationswissenschaftliche Institute)
          * Einbindung von Zusatzinformationen von Verlagen, Agenturen, Antiquariate direkt oder durch Links
             (Abo-Informationen, Preise, verfügbare Backsets, Reprints, Mikroformen usw.)
          * Daten über Digitalisierungen und Digitalisierungsvorhaben einschließlich Benutzungsmöglichkeiten
          * Daten über Archivierungen in digitaler Form einschließlich Benutzungsmöglichkeiten
          * Einbeziehung bzw. systematische Ausweitung von Current-Contents-Diensten auf möglichst alle SSG-Zeitschriften
          * Kopplung mit Artikeldatenbanken (z.B. ArticleFirst von OCLC)

  ZDB-OPAC
Zeitschriftendatenbank - Union Catalogue of Serials (ZDB). Hrsg. Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz.
URL:
http://zdb-opac.de/
              Quellen: Online-Verbund von 150 Teilnehmerbibliotheken (Januar 2001)
              Erscheinungsweise: seit Februar 2002 täglich
              Suchkriterien: Suchmaske mit 16 Suchkategorien und 16 Registern: Stichwort (allgemein), Titelanfang,
              Titel (Stichwort), Körperschaftsname, Körperschaft (Stichwort), ISSN, Erscheinungsort/Verlag,
              Standardnummer, Coden (=normierte Titelabkürzungen), Personenname , Fachgruppe, Verbreitungsort,
               ZDB-ID, Dokumenttyp, Bibliothekssigel, Erscheinungsland
              Suchtechniken:
              Berichtszeit: ca. 1700- (laufend)
              Umfang: 1,1 Mio Titel mit 5,8 Mio Bestandsmeldungen von ca. 4.500 deutschen Bibliotheken; darunter 405.000 laufende Periodika, 63.000 Zeitungen,
              23.000 E-Journals (Juli 2003) 930.000 Normdaten, darunter 917.000
Körperschaften (Stand: Dez. 2002)

              Schriftenklassen/Mediengattungen: Zeitschriften, zeitschriftenartige Reihen, Zeitungen und Schriftenreihen
              (Kongreßschriften analog zu der mit Erscheinungsjahr 1990 in den RAK vorgenommenen Änderung)
Besonderheiten:
    - Trefferanzeige in Kurzlist, absteigend nach dem ersten Erscheinungsjahr
    - nicht-leihverkehrsrelevante Bestände sind besonders gekennzeichnet
    - Recherche unabhängig von der Medienart (Print, CD-ROM, Online)
    - Suche nach Bibliotheken über Sigel, Ort, Institutionsnamen, Sammelgebiete
    - Bestellkomponente integriert seit Mai 2003: bei Subito, GBVdirekt bzw. GBV-Onlinefernleihe oder JASON-NRW; Anbindung weiterer Verbundfernleihen
       bzw. Lieferdienste ist in Vorbereitung

  EZB
Elektronische Zeitschriftenbibliothek. Universität Regensburg.
URL:
http://www.bibliothek.uni-regensburg.de/ezeit
              Quellen:
              Erscheinungsweise/Update:
              Konzeption: Kooperative Datenbank zum Nachweis und zur Nutzung wissenschaftlicher E-Journals
              Suchkriterien: fachlich geordnete Listen, einzelne Zeitschritentitel, Titelstichwörter, Verlag, ISSN,
              Zugangsmodus, Zugangsdatum
              Suchtechniken:
              Berichtszeit:
              Umfang: 14.000 Titel (5’03)
              Preis:
Besonderheiten:
    - entwickelt von UB Regensburg in Kooperation mit TUB München
    - Als Nutzerservice von mehr als 200 wissenschaftlichen Bibliotheken und Forschungseinrichtungen im Routinebetrieb angeboten (5’03)
   
    seit Mai 2003 auch LoC beteiligt

    - bietet gezielten Zugang zu wissenschaftlichen Volltextzeitschriften
    - Jan. 2001: 900 reine Online-Zeitschriften; 1.800 Titel frei zugänglich (bei Projektbeginn April 1997: 1.178)
    - Anwenderbibliotheken bieten zusätzlich Zugriff der bei ihnen abonnierten E-Journals
    - über den Titel der Zeitschrift sind die Aufsätze online abrufbar
    - Ampelsystem:
              grün = kostenlos im Internet nutzbar
              gelb = Zeitschriften, die an der eigenen Bibliothek lizensiert und nutzbar sind
              rot = nicht lizensiert und daher nicht im Volltext nutzbar, doch in der Regel Inhaltsverzeichnisse und Abstracts verfügbar
    - Differenzierung nach Erscheinungszeiträumen und zugehörigen Zugangsinformationen geplant (1'01)
    - EZB bietet für Teilnehmerbibliotheken:
          * gemeinsame Sammlung und Pflege der Titel in einer Datenbank
          * einheitliche Oberfläche für lizensiert und frei zugängliche Titel
          * eigenständige Verwaltung der lizensierten Zeitschriften
          * Funktion zur Verwaltung von Konsortien
    - geplante Weiterentwicklungen:
          * Integration der Suche nach Zeitschriftenaufsätzen
          * Alerting- und Profildienste
          * mehrsprachige Benutzeroberfläche
          * Erweiterung der administrativen Funktion
    - Datenaustausch zwischen ZDB und EZB geplant, um Doppelarbeit bei der Katalogisierung zu vermeiden
    - Titelverteilung (1'01):
Medizin 2167
Technik 1382
Biologie 1094
Chemie/Pharmazie 762
Wirtschaftswissenschaften 714
Physik 594
Informatik 527
Mathematik 466
Psychologie 454
Germanistik 21
- Nutzung Titelzugriffe:
1998 106.000
1999 560.000
2000 2.486.311
2002 6.400.000
    - hoher Pflegeaufwand für:
          * Aktualisierung der Internetadresssen der E-Journals
          * Aktualität der Zugangsinformationen
Literatur:
Evelinde Hutzler: Elektronische Zeitschriften als Service von Bibliotheken. Erfahrungen aus der Praxis der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek. In: BuB. 53, 2001, 3, S. 150-155.

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11.1.2.2. Bibliographische Verzeichnung von Zeitschriften durch die Deutsche Bibliothek

Stand: August 2001

 

  DB-ZV
Deutsche Bibliographie. Zeitschriften-Verzeichnis. Bibliographie der in Deutschland erscheinenden periodischen Veröffentlichungen sowie der deutschsprachigen Periodika Österreichs, der Schweiz und anderer Länder. Frankfurt 1958-1989.
              Quellen: Kumulierung der in den Reihen A und B der DB angezeigten Zeitschriften und zeitschriftenartigen Serien
              Erscheinungsweise: Mehrjahresverzeichnis mit wechselnden Berichtszeiten und Erscheinungsrhythmen
              Konzeption: Sprachkreiskonzeption
              Anlage: systematisch nach 26 Sachgruppen mit Registern der Verfasser, der Titel und Stichwörter
              Berichtszeit: 1945-1985
              Umfang: 86.500 Titel (1945-1980)
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Zeitschriften, zeitschriftenartige Serien, Almanache, Kalender;
              keine Zeitungen
Besonderheiten:
    - 6 Ausgaben: 1958, 1967, 1977, 1980, 1982, 1989
    - verzeichnet nach Minimalkonzeption: also nur wenn im Berichtszeitraum neu erschienen, Titel oder Verlag geändert
      oder Erscheinen eingestellt wurde
    - verzeichnet in Deutschland erscheinende Periodika sowie periodische Veröffentlichungen anderer Länder in
      deutscher Sprache
    - erschließt keine Zeitungen

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11.1.2.3. Buchhändlerische Periodikaverzeichnisse

Stand: August 2001

 

  VLZ
Verzeichnis lieferbarer Zeitschriften. München: Saur 1988- (1997)(auf VLB-CD-ROM als eigene Datenbank).
              Quellen: Verlagsmeldungen
              Erscheinungsweise: 12 kumulierte Neuausgaben jährlich
              Konzeption: Sprachkreiskonzeption; Buchhandelsveröffentlichungen in deutscher Sprache aus Deutschland,
              Österreich und der Schweiz, sowie fremdsprachige Veröffentlichungen deutscher Verlage
              Suchkriterien: Autor, Stichwort, Schlagwort, Schlagwortkette, Sachtitel, Reihe, Reihenbandnummer,
              Verlag, Verlagsort, ISBN/ISSN, Sachgruppe, Erscheinungsjahr, Preis
              Suchtechniken: Boolesche Operatoren (UND, ODER, UND NICHT) in Verknüpfung, Trunkierung, Indexlisten
              Berichtszeit: Kriterium der Lieferbarkeit
              Umfang: 4.000 Fachzeitschriften von ca. 700 Verlagen (Stand: April 1996)
              Mediengattungen: lieferbare fachwissenschaftliche und "Special Interest"-Zeitschriften (nur
              Buchhandelsveröffentlichungen)
              Preis: DM 1.900 im Jahresabonnement; Kurzabo: 1.380 DM (= 2 Halbjahresausgaben)
              (=Preis für VLB-CD-ROM)

  Stamm
Leitfaden durch Presse und Werbung. Presse- und Medienhandbuch. Essen. 1.1947-(52.1999)-.
              Quellen: Meldungen der Verlage sowie eigene Recherchen
              Erscheinungsweise: jährlich (mit vierteljährlichen Supplementen)
              Konzeption: Sprachkreiskonzeption mit kleiner Auswahl fremdsprachiger Titel des Auslands
              Anlage: wechselnd, zuletzt:
                            Teil 1: Zeitungen nach Titeln und Orten
                            Teil 2: Anzeigenblätter nach Titeln und Orten
                            Teil 3: Zeitschriften nach Titeln, Orten und Sachgebieten
              Berichtszeit: nur Titel, die im Berichtsjahr laufend erscheinen
              Umfang: 20.000 Zeitschriften, 3.000 Anzeigenblätter, 800 Zeitungen (1999)
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Zeitschriften, Zeitungen, Anzeigenblätter

  Banger
Deutschsprachige Zeitschriften. Deutschland, Österreich, Schweiz und ausgewählte internationale wissenschaftliche Zeitschriften, Loseblatt-Werke, Jahrbücher, Periodika auf CD-ROM und Online. Marbach, Köln 1956- (47.2003).
              Erscheinungsweise: jährlich im März (Print- wie CD-ROM-Ausgabe)
              Konzeption: Sprachkreiskonzeption (mit Ausnahmen)
              Anlage: Teil 1: Titelverzeichnis
                            Teil 2: Fachzeitschriften nach Sachgebieten
                            in gesondertem Alphabet (der Sachtitel): Loseblatt-Werke, Jahrbücher, Periodika auf CD-ROM,
                            Online-Periodika; ISSN-Register
              Berichtszeit: nur Titel, die im Berichtsjahr laufend erscheinen
              Umfang: ca. 18.700 Titel (2003)
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Zeitschriften, zeitschriftenartige Serien in Print- und elektronischer Form
              Preis: 69,75 € (2003)
Besonderheiten:
    - die 18.700 Titel setzen sich folgendermaßen zusammen:
          * 4.900 wissenschaftliche Zeitschriften
          * 9.800 Fachzeitschriften
          * 4.000 Publikums-, konfessionelle und politische Zeitschriften
          * 2.100 Loseblatt-Werke
          * 2.000 Jahrbücher
          * 1.042 CD-ROMs
          * 5.916 Online-Periodika
    - Verzeichnungsumfang: Verlagsanschrift, Abonnementpreis, Einzelpreis, Auslandspreis, Erscheinungsweise
    - auch als CD-ROM lieferbar: 168,75 Euro

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11.1.2.4. Retrospektive Zeitschriftenbibliographien

Stand: August 2001

 

  Kirchner
Kirchner, Joachim: Bibliographie der Zeitschriften des deutschen Sprachgebietes bis 1900. 4 Bde. Stuttgart 1969-1989.
              Erscheinungsweise: abgeschlossenes Grundwerk
              Konzeption: Sprachkreiskonzeption
              Anlage: nach 23 Sachgruppen, innerhalb dieser chronologisch; Titelregister
              Berichtszeit: -1900
              Umfang: ca. 21.000 Titel (split entries)
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Zeitschriften, zeitschriftenartige Reihen
Besonderheiten:
    - mit zahlreichen Standortnachweisen, jedoch ohne Bestandsangaben der besitzenden Bibliotheken, gelegentlich
      Annotationen, Band 4 enthält Nachträge und Register
    - Verzeichnung nicht nach Autopsie, sondern per Kollation
    - enthält auch Titel, die nachweislich nie erschienen sind
    - Titelaufnahmen sind ungenau und fehlerhaft
    - einschlägige Titel fehlen
    - Standorte in Bibliotheken der DDR und osteuropäischer Länder fehlen

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11.1.2.5. Periodikakataloge und -bibliographien des Auslands (Auswahl)
11.1.2.5.1. Österreich

Stand: August 2001

 

  ÖZZDB
    - die ÖZZDB gewinnt zwei Drittel der Titeldatensätze durch Download aus der deutschen ZDB
    - sie umfaßte im Februar 2000 225.000 Periodikatitel mit 411.000 Besitznachweisen aus 1.080 österreichischen Bibliotheken
    - für die Ansetzung österreichischer Körperschaften hat die Österreichische Nationalbibliothek jüngst die redaktionelle
      Zuständigkeit und den schreibenden Zugriff auf die GKD erhalten

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11.1.2.5.2. Schweiz

Stand: August 2001

 

  Schweizer ZV
Schweizer Zeitschriftenverzeichnis. Zürich, Bern 1956- (1991/95.1996)(GT bis 1986: Schweizerische Nationalbibliographie. Katalog der Schweizerischen Landesbibliothek. Fünfjahresausgabe. T.2. Schweizer Zeitschriftenverzeichnis).
              Quellen: Erwerbungen der LB Bern
              Erscheinungsweise: fünfjährlich
              Konzeption: Territorialkonzeption
              Anlage: systematisch nach 24 Sachgruppen; alphabetisches Titelregister, Stichwortregister,
              (KWIC-Index) auf beigefügten Mikrofiches
              Berichtszeit: 1951-
              Umfang: 8.200 Periodikatitel (split entries)
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Zeitschriften und zeitschriftenartige Reihen; Amtsdruckschriften
              nur in Auswahl; keine Zeitungen
das Schweizer ZV ist auch elektronisch zugänglich:
    - CD-ROM-CH: enthält u.a. Schweizerischer Zeitschriftengesamtkatalog (RP/VZ) mit 160.000 Zeitschriftentitel
      in 650 schweizerischen Bibliotheken (RP = Répertoire des périodiques suisses; VZ = Verzeichnis ausländischer
      Zeitschriften in schweizerischen Bibliotheken); Berichtsstand 1997
    - Helveticat-Datenbank mit allen Daten der Schweizerischen Landesbibliothek Bern; im Internet steht sie über
      die Homepage der SLB zur Verfügung (http://www.snl.ch/)

  VZ 7
Verzeichnis ausländischer Zeitschriften in schweizerischen Bibliotheken. 7. Aufl. Bern: 1991.
              Quellen: Meldungen von 662 Bibliotheken der Schweiz
              Erscheinungsweise: alle fünf bis zehn Jahre
              Konzeption: Zentralkatalog
              Anlage: Alphabet der Sachtitel, mit KWIC-Index auf separaten Mikrofiches
              Berichtszeit: 1946-1990
              Umfang: 100.000 Titel mit 23.000 Bestandsnachweisen
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Periodika aus allen Ländern (außer der Schweiz), in allen Sprachen
Besonderheiten:
    - weist aus schweizerischer Sicht ausländische Periodika nach (also auch deutsche)
    - mit Angabe der Bibliothekssigel und genauen Bestandsangaben
    - VZ 4 (4. Auflage) bildet Grundwerk mit den Berichtsjahren 1900-1955 und 35.000 Einträgen, VZ 7 ist
      Supplement zu VZ 4, ersetzt aber VZ 5 und VZ 6

  VZ-Datenbank
Schweizerischer Zeitschriftengesamtkatalog. Bern: Schweizerische Landesbibliothek. Online-Datenbank.
URL:
http://www.snl.ch/
              Quellen: Bestandsmeldungen von 625 schweizerischen Bibliotheken
              Erscheinungsweise: tägliches Update
              Konzeption: Gesamtkatalog für:
                  * ausländische Zeitschriften und Serien in schweizerischen Bibliotheken, die nach 1900 erschienen sind
                  * biomedizinische Zeitschriften aus dem Ausland und der Schweiz in schweizerischen Bibliotheken
                     ohne zeitliche Einschränkung
                  * schweizerische Zeitschriften, die nach 1986 erschienen sind und ursprünglich nur in der SLB nachgewiesen
                     waren
              Suchkriterien:
              Suchtechniken:
              Berichtszeit: 1900-
              Umfang: 162.000 Zeitschriftentitel
              Mediengattungen: Zeitschriften und Serien auch in elektronischer Form
Besonderheiten:
    - enthält Daten des Schweizer ZV (vor allem ab 1986) und des VZ 4/7 (vollständig)

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11.1.2.5.3. Frankreich

Stand: August 2001

 

  Cat. Coll. Périod.
Catalogue Collectif des Périodiques du début du 17. siècle a 1939, conservés dans les bibliothèques de Paris et dans les bibliothèques universitaires des Départements. Bd. 1-5. Paris 1967-1981.
              Quellen: Bestände der BN und 70 anderer französischer Bibliotheken
              Erscheinungsweise: abgeschlossenes Grundwerk
              Konzeption: Zentralkatalog
              Anlage: Alphabet der Sachtitel
              Berichtszeit: 17. Jh.-1939
              Umfang: 75.000 Titel
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Periodika
Besonderheit:
    - Titelaufnahmen nach split entry mit Übersichtseinträgen

  Myriade
Myriade. Le Catalogue Collectif National des Publications en Série sur CD-ROM.
              Quellen: Meldungen von 2.950 französischen Bibliotheken
              Erscheinungsweise: halbjährlich
              Konzeption: Verbundkatalog
              Berichtszeit: 17. Jh.-
              Umfang: 280.000 Titel, 1.080.000 Bestände (1999)
              Mediengattungen: Periodika
Besonderheiten:
    - gegründet 1983
    - Zuwachs jährlich: ca. 10.000 Titel
    - Anbieter:Chadwyck-Healey
    - Analogon zur ZDB

  CCN (Online-Variante von Myriade)
Catalogue Collectif National des Publications en Série, seit 1.1.2001 ist CCN zugänglich über den französischen Verbundkatalog Sudoc, URL: http://www.sudoc.abes.fr
              Quellen: Meldungen von 2.950 französischen Bibliotheken
              Erscheinungsweise/Update: laufend
              Konzeption: Verbundkatalog
              Berichtszeit: 17. Jh.-
              Umfang: 280.000 Titel, 1.080.000 Bestände (1999)
              Mediengattungen: Periodika
Besonderheiten:
    - gegründet 1983
    - Zuwachs jährlich: ca. 10.000 Titel
    - Analogon zur ZDB
    - im Juli 2000 eingestellt: seither kein eigener französischer Periodikakatalog mehr, sondern Integration in lokale und
      Verbundkataloge

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11.1.2.5.4. Großbritannien

Stand: August 2001

 

Online- (Internet-) Angebot der BL:
  BLPC
- Journals/Serials Collection. (1700- ); ( = Bestand des Document Supply Center in Boston Spa, ca. 500.000 Titel)
URL: http://blpc.bl.uk/

  BUCOP
British union-catalogue of periodicals. A record of the periodicals of the world, from the 17th century to the present day, in British libraries. London 1956-1962.
              Quellen: Meldungen von 440 Bibliotheken Großbritanniens
              Erscheinungsweise: abgeschlossenes Grundwerk
              Konzeption: Zentralkatalog
              Anlage: Alphabet der Sachtitel
              Berichtszeit: 17. Jahrhundert-1960
              Umfang: 200.000 Titel
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Periodika aus allen Ländern in allen Sprachen, Zeitungen nur, wenn diese
              bereits vor 1800 erschienen sind
Besonderheiten:
    - vermerkt Bibliothekssigel und zugehörige Bestände
    - Ansetzung unter dem frühesten Titel

Als Fortsetzung des BUCOP gilt:
  NPT / BUCOP, NPT
British union catalogue of periodicals. New periodical titles. London 1965-1981.
              Quellen: Meldungen von ca. 500 Bibliotheken Großbritanniens
              Erscheinungsweise: vierteljährlich mit jährlicher Kumulation
              Konzeption: Zentralkatalog
              Anlage: Alphabet der Sachtitel
              Berichtszeit: 1960-1980
              Schriftenklassen/Mediengattungen: wissenschaftliche Zeitschriften
Besonderheiten:
    - verzeichnet nur im Berichtszeitraum neue, geänderte oder eingestellte Titel
    - gibt Besitzvermerke an (nur Bibliothekssigel)
    - Mehrjahreskumulation für 1960-1968 und 1969-1973
    - mit Berichtsjahr 1980 Erscheinen eingestellt, fortgesetzt durch SBL

  SBL
Serials in the British Library, together with locations and holdings of other British and Irish libraries. London 1981-.
              Quellen: Bestände der BL und Meldungen von 21 Bibliotheken
              Erscheinungsweise: vierteljährlich mit jährlicher Kumulierung
              Konzeption: Zentralkatalog
              Anlage: Alphabet der Sachtitel
              Berichtszeit: 1976-
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Periodika aus allen Ländern in allen Sprachen
Besonderheiten:
    - Angabe der Bibliothekssigel und der Bestände
    - verzeichnet nur im Berichtszeitraum neue oder geänderte Titel
    - Mehrjahreskumulation: 1976-1986 (1988)

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11.1.2.5.5. USA

Stand: August 2001

 

  ULS
Union list of serials in libraries of the United States and Canada. 3. ed. Vol. 1-5. New York: 1965.
              Quellen: Meldungen von 950 Bibliotheken der USA und Kanadas
              Erscheinungsweise: abgeschlossenes Grundwerk
              Konzeption: Zentralkatalog
              Anlage: Alphabet der Sachtitel
              Berichtszeit: -1949
              Umfang: 225.000 Titel
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Zeitschriften und zeitschriftenartige Reihen aus allen Ländern und in
              (fast) allen Sprachen (ausgenommen: Hebraica und Orientalia); keine Amtsdruckschriften, Zeitungen nur
              ausländische, die vor 1820 erschienen sind
Besonderheiten:
    - gibt Bibliothekssigel und Bestände an
    - ULS wird weitergeführt durch: NST

  NST
New serial titles. A union list of serials commencing publication after Dec. 31, 1949. Vol. 1-4. Washington: 1973. ...Subject guide. Vol. 1-2. Washington: 1975.
              Quellen: Meldungen von 880 Bibliotheken der USA und Kanadas
              Erscheinungsweise: abgeschlossenes Grundwerk
              Konzeption: Zentralkatalog
              Anlage: Alphabet der Sachtitel, Schlagwortregister und Erschließung nach DDC
              Berichtszeit: 1950-1970
              Umfang: 280.000 Titel
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Zeitschriften, zeitschriftenartige Reihen, periodische Kongreßberichte,
              hier auch Amtsdruckschriften
Besonderheiten:
    - verzeichnet nur neue, geänderte und eingestellte Titel
    - gibt Bibliothekssigel und Bestände an
    - die laufende Weiterführung von ULS und NST erfolgt in NST 1971ff.

  NST 1971ff.
New serial titles held by libraries in the United States and Canada. Washington: 1971-.
              Quellen: Meldungen von 880 Bibliotheken der USA und Kanadas
              Erscheinungsweise: achtmal jährlich mit Jahres- und Mehrjahreskumulationen
              Konzeption: Zentralkatalog
              Anlage: Alphabet der Sachtitel
              Berichtszeit: 1971-
              Umfang: 200.000 Titel (1971-1982)
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Zeitschriften, zeitschriftenartige Reihen, periodische Kongreßberichte,
              hier auch Amtsdruckschriften, seit 1981 auch Zeitungen
Besonderheiten:
    - verzeichnet nur neue, geänderte und eingestellte Titel
    - gibt Bibliothekssigel an
    - 5-Jahreskumulation 1986-1990 erschien nicht mehr in Printform, sondern offenbar nur noch als Mikroform

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11.1.2.6. International erfassende Periodikabibliographien

Stand: August 2001

 

  Ulrich
Ulrich's international periodicals directory. A classified guide to current periodicals, foreign and domestic. New York: 1932- (38. 1999: 5 Bände).
              Erscheinungsweise: jährlich (seit 1980)
              Konzeption: international, alle Sprachen und alle Länder (Schwerpunkt: USA)
              Anlage: sachlich nach 556 englischen Schlagwörtern, Register der Sachtitel
              Berichtszeit: 1932- (im Berichtsjahr laufend erscheinende Titel und solche, die seit der letzten Ausgabe
              das Erscheinen eingestellt haben)
              Umfang: 165.000 Titel (1998)
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Zeitschriften (auch elektronische: online wie CD-ROM), periodische
              Kongreßberichte
Besonderheiten:
    - als "Ulrich's plus" auch auf CD-ROM erschienen mit vierteljährlichem Update und einem Umfang von ca.
      190.000 Titeln

  Ulrich's on disc/plus
Ulrich's international periodicals directory. A classified guide to current periodicals, foreign and domestic. 1 CD-ROM.
              Erscheinungsweise: dreimonatlich
              Konzeption: international, alle Sprachen und alle Länder (Schwerpunkt: USA)
              Suchkriterien: Sachtitel, Ländercode, DDC-Nummer, Stichwort, Herausgeber, Sachgebiet, Verlag, Schlagwort,
              ISSN, Ersterscheinungsjahr
              Suchtechniken: Boolesche Operatoren, Trunkierung
              Umfang: 226.000 laufende Periodika, 49.000 seit 1979 eingestellte Periodika
              Berichtszeit: 1979-
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Zeitschriften (auch elektronische: online wie CD-ROM), Zeitungen,
              periodische Kongreßberichte
              Preis: 1.348.- DM jährlich
Besonderheiten:
    - Angaben zur Auflagenhöhe, Verbreitung, Werbemöglichkeiten
    - Zeitschriftenrezensionen
    - Informationen zu 80.000 Verlagen aus 200 Ländern

  ISSN-COMPACT
ISSN-COMPACT. Hrsg. Internationales ISSN-Zentrum. Paris. CD-ROM.
              Quellen: 60 nationalbibliographische Zentren
              Erscheinungsweise: vierteljährlich
              Suchkriterien: 25 Suchfelder u.a. ISSN, Sachtitel, Stichwörter, Notation nach DDC und UDC,
              Erscheinungsort, Herausgeber, Land, Sprache
              Suchtechniken: Boolesche Operatoren
              Berichtszeit: Titel seit Einführung der ISSN
              Umfang: 750.000 Titel (1997)
              Mediengattungen: Zeitschriften, zeitschriftenartige Reihen, Zeitungen, Serien

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11.1.2.7. Zeitungsverzeichnisse

Stand: August 2001

 

  Traub
Standortkatalog (!) wichtiger Zeitungsbestände in deutschen Bibliotheken. Hrsg. vom Deutschen Institut für Zeitungskunde. Bearbeiter: Hans Traub. Leipzig: 1933.
              Quellen: Meldungen von 368 deutschen Bibliotheken und Zeitungsverlagsarchiven
              Anlage: topographische Anordnung des Titelmaterials; drei Hauptteile: 1. Deutsches Reich, 2. abgetrennte
              Gebiete (Elsaß, Westpreußen...), 3. Ausland; innerhalb der Hauptteile zunächst Alphabet der Länder, dann der
              Provinzen/Städte und schließlich der Sachtitel; weitere Erschließung durch Sachtitelregister (getrennt nach
              Deutschland und Ausland) und Register der Erscheinungsorte
              Berichtszeit: 1700-1931
              Umfang: 4.500 Zeitungen mit 5.500 Sachtiteln
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Zeitungen aus allen Ländern, in allen Sprachen

  Hagelweide
Hagelweide, Gert: Deutsche Zeitungsbestände in Bibliotheken und Archiven. Düsseldorf: 1974.
              Quellen: Meldungen von ca. 600 deutschen und einigen bedeutenden ausländischen Bibliotheken und
              Archiven
              Konzeption: Territorialkonzeption (Deutschland in den Grenzen von 1937)
              Anlage: topographisch nach dem Alphabet der Erscheinungsorte; Register der Sachtitel und Register
              der Standorte besitzender Bibliotheken mit Angabe der dort vorhandenen Zeitungen
              Berichtszeit: 1700-1969 (vereinzelt 1972)
              Umfang: 4.500 Titel
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Zeitungen, die mindestens zweimal wöchentlich erscheinen
Besonderheiten:
    - Auswahlverzeichnis
    - Konzentration auf Tageszeitungen, keine Wochenzeitungen, Intelligenzblätter usw.
    - keine fremdsprachigen Titel aus deutschen Verlagen
    - Beschränkung auf die 222 größten Erscheinungsorte im Deutschen Reich (1937)
    - die Einordnung der Titel erfolgt jeweils unter dem ältesten Titel mit Angaben zum Erscheinungsverlauf und
      damit verbundenen Bestandsangaben

  SAZI
Standortverzeichnis ausländischer Zeitungen und Illustrierten in Bibliotheken und Instituten der Bundesrepublik Deutschland und Berlin (West). SAZI. Bearb.: Martin Winckler. Berlin: 1975.
              Quellen: Meldungen von ca. 500 Bibliotheken der BRD und West-Berlins
              Konzeption:
              Anlage: Alphabet der Sachtitel; geographisches Register nach Herkunftsländern und Erscheinungsorten,
              Register der deutschsprachigen Namensformen ausländischer Städte
              Berichtszeit: 1700-1973
              Umfang: 2.700 Titel
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Zeitungen (Tages- und Wochenzeitungen, Korrespondenz- und
              Nachrichtenblätter, Illustrierte) in allen Sprachen, aus allen Ländern (mit Ausnahme der BRD und DDR),
              enthalten sind allerdings fremdsprachige Titel aus Deutschland
Besonderheiten:
    - enthält Standortnachweise von Bibliotheken, Archiven, Instituten usw. aus der BRD und West-Berlin

  Internationale Zeitungsbestände in deutschen Bibliotheken
Internationale Zeitungsbestände in deutschen Bibliotheken. Hrsg.: Hartmut Walravens. 3. Ausg. München: Saur, 2001.
              Quellen: Meldungen an die Zeitschriftendatenbank (u.a. Einarbeitung des SAZI)
              Anlage: Alphabet der Sachtitel (RAK-WB); Register der Verbreitungsorte (hierarchisch geordnet:
              Länder, Orte, Sachtitel; geographische Zuordnung nach territorialen Verhältnissen 2001)
              Berichtszeit: 1700-1993
              Umfang: 54.000 Titel
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Zeitungen, Illustrierte, Magazine, Amtsblätter in allen Sprachen,
              aus allen Ländern
              Preis: 1.298.- DM
Besonderheiten:
    - Zuwachs der Titel gegenüber der 2. Aufl. 1993: von 18.000 auf 54.000
    - Integration der früheren DSB und der SAPMO-Bestände
    - damit sind das SAZI ganz, aber auch der Hagelweide in Teilen ersetzt

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11.2. Zeitschriften- und Zeitungsinhaltsverzeichnisse
11.2.1. Allgemeines

Stand: August 2001

 

Neuere Entwicklung:
    - Grenzbereich zwischen Bibliothekswesen und Dokumentation gerät mit Verzeichnissen der Inhalte von Zeitschriften
      und Zeitungen ins Blickfeld
    - Allgemeinbibliographien, die Aufsätze aus Zeitschriften und Sammelwerken erschließen, bildeten in der Vergangenheit
      die Ausnahme; herausragende Beispiele in Deutschland: Dietrich, IBZ, IBR
    - neuer Typus ist die fächerübergreifende Aufsatzdatenbank bzw. der entsprechende Aufsatzdatenkatalog; dabei handelt
      es sich in der Regel um maschinell erzeugte Daten, die keinerlei intellektuelle Erschließung oder Überarbeitung
      erfahren haben

Umfang und Qualität der Verzeichnung:
    - haben aufgrund neuer technischer Möglichkeiten eine neue Dimension erreicht
    - die Konvergenz der Segmente des Informationswesens trägt das ihre dazu bei, daß Bibliotheken in immer stärkerem
      Maße auch Zeitschrifteninhalte in ihren Katalogen oder in separaten Datenbanken zumindest formal erschließen;
      dabei greifen sie auf kommerzielle Anbieter zurück, die mit Billigung der Verlage aus gedruckten Inhaltsverzeichnissen
      mittels Scannen und OCR-Behandlung für jeden einzelnen Beitrag einer Zeitschrift einen eigenen Datensatz
      generieren, der dann nach Verfasser, Sachtitel, Stichwörtern, Quellen, Erscheinungszeitpunkt recherchierbar
      ist; sacherschließende Elemente können durch automatisch erzeugte Indexate gewonnen (Bsp.: MILOS)

Aufsatzdatenbanken
    - werden von kommerziellen Anbietern auch deshalb verstärkt angeboten, weil diese damit einen Document Delivery
      Service verbinden
    - auch die Bibliotheksverbünde bieten derartige Aufsatzdaten u.a. zu diesem Zweck an (Funktionswandel der Verbünde
      von Katalogisierungsverbünden zu Dienstleistungszentralen, Beispiel: GBV)
    - manche Verbünde integrieren Aufsatzkatalogisate einzelner Bibliotheken in den Verbundkatalog (Beispiel: SWB
      übernimmt Aufsatzdaten der Bibliothek des Bundesverfassungsgerichtes)
    - Verbund ist nicht mehr dekretierende Zentrale, sondern Einrichtung, die dezentral erbrachte Leistungen koordiniert
      und regional/überregional nutzbar macht, sich als Infrastruktureinrichtung der Kooperation versteht

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11.2.2. Aufsatzdatenbanken

Stand: Juni 2003

 

  Ingenta
URL: http://www.ingenta.com/
              Umfang: Zeitschriften 25.000 (englischsprachig aller Fachrichtungen), Aufsätze 1997:
              7 Millionen (Wachstum: täglich 5.000)
              Berichtszeit: ab Herbst 1988
Besonderheiten:
    - Anbieter bibliothekarischer Mehrwertdienstleistungen für Bibliotheken und Informationsprofessionals:
          * Dokumentlieferung, Alerting Service, Einrichtung und Verwaltung von "Customizable Gateways", Vertrieb
             von Content...
    - it provides a free online search service of published content from reliable research sources and is one of the
      UK's top 20 Web services
Selbstdarstellung:
    - A publicly traded company, ingenta is devoted to supporting the online dissemination of research material for
      societies and publishers. We support our partners in providing branded services to their members or customers over
      the internet in a way which is consistent with their strategy and requirements.
    - Ingenta's strategy encompasses all the parts of the scholarly information chain, interfacing not only with
      publishers and societies as content owners, and researchers and society members as end users, but also with the
      intermediaries in the process including librarians, subscription agents and others.
    - 2001: 240 staff worldwide; offices in Oxford and Bath, UK, and Boston and Providence, USA.
    - It is ingenta's aim to be the web intermediary of choice for professional and academic research.
Entwicklung:
Mai 1998: launching
Herbst 1998: Übernahme von Bath Information and Data Services (BIDS)
Januar 2000: Launch of re-engineered website to include personalization features
März 2000: Acquisition of UnCover
März 2000: 1st e-community program live on the web
Februar 2001: Over 400,000 articles delivered per month
März 2001: Over 3 million user sessions per month
Mai 2001: Over 155 publisher customers signed
Mai 2001: Launch of library enterprise portals
    - die Firma Ingenta (früher: UnCover; Konkurrenzfirmen: Swets, Elsevier), hat eine Datenbank mit Aufsatzdaten
       generiert, und bietet auf dieser Basis sowohl
          * Dokumentlieferung als Service an (Garantie bei Titeln aus der Uncover-Datenbank: weniger als 24 Stunden, häufig
             binnen einer Stunde!)
          * als auch Current Awarenessdienste (current awareness alerting service): individuelles Profil wird vom Benutzer
             hinterlegt, danach werden elektronische Informationen über relevante Neuerscheinungen wöchentlich per
             E-Mail verschickt

  Online Contents Datenbank des GBV (OLC)
(Stand: Oktober 2001).
              Zeitschriften: 16.800
              Aufsätze: 16 Millionen
              Berichtszeit: 1993-
              Herkunft: Swets/Blackwell
              Aktualisierung: täglich
              Suchkategorien: Stichwörter aus Aufsatz- und Zeitschriftentiteln, Autorennamen, Körperschaftsnamen,
              Zeitschriftengesamttitel, ISSN
Besonderheiten:
    - freier Zugang für GBV-Teilnehmer unter: http://www.brzn.de/help/du/olc_obn.shtml
    - alle Aufsatztitel sind mit den Besitznachweisen des GBV verknüpft, und können direkt für Bestellungen
       genutzt werden
    - fachbezogene Auszüge aus OLC mit den Aufsatzdaten von ca. 2.500 Zeitschriften einiger SSG-Bibliotheken werden
      seit Anfang 2000 für Einrichtungen des wissenschafts- und Hochschulbereiches frei angeboten als OLC-SSG

  JADE-WWW
Datenbank.
              Zeitschriften: 24.000
              Aufsätze: 5 Millionen
              Berichtszeit: 1992-
              Suchkategorien: Verfasser, Stichwörter aus Aufsatz- und Zeitschriftentiteln, Sachtitel der Aufsätze
              und Zeitschriften, ISSN
Besonderheiten:
    - Datenlieferant ist die British Library (Datenbank Inside), daher liegt der Schwerpunkt auf angloamerikanischen Titeln
    - Datenbank wird jährlich aktualisiert

  inside
URL: http://www.bl.uk/online/inside/overview.html
              Zeitschriften: 24.000, davon 1.000 mit Abstracts
              Aufsätze: 5 Millionen
              Berichtszeit: 1992-
              Update: täglich
              Suchkriterien: Freitext, sachliche Suche...
Besonderheiten:
    - auch als CD-ROM lieferbar:
          * inside science (13.000 Zeitschriften)
          * inside humanities (7.000 Zeitschriften)
          * erscheinen monatlich, mit Material der letzten 6 Monate
    - Subsets von inside in:
          * JADE
          * Zeitschriftenaufsatzdatenbank von subito ADI (Aufsatzdatenbank International)
          * Article First im OCLC-Angebot "First Search"
          * Article Finder von Infotrieve http://www4.infotrieve.com/

  ToC-International/DBI-Link
Table of contents-Datenbank des DBI.
              Zeitschriften: 15.000
              Aufsätze: 6,3 Millionen
              Berichtszeit: 1990-
Besonderheiten:
    - Artikel sind über Inhaltsverzeichnisse der Zeitschriften erfaßt
    - ToC-International verbindet 3 Datenbanken:
        * ArticleFirst des OCLC: darin enthalten sind die bibliographischen Angaben der einzelnen Artikel (Titel,
           Autoren, Zeitschriftentitel, Verlag, Ort, ISSN) und die konkreten Angaben zur Quelle (Volume, Issue,
           Seitenzahl und Jahr)
        * ZDB: liefert neben den bibliographischen Daten der Periodikatitel die Bestandsnachweise deutscher Bibliotheken
        * BSER (Datenbank der Zeitschriften und Serien des British Library Document Supply Centers): weist neben
           Titeln und ISSN die genauen Bestandsinformationen für den britischen Bereich nach

  Current Contents
Herausgeber: Institute for Scientific Information (ISI).
              Erscheinungsweise: seit 1957, wöchentlich mit Jahreskumulationen, erscheint in 7 Reihen (Stand Juli 1997):
              - Life Sciences: 1.370 Zeitschriften
              - Physical, Chemical and Earth Sciences : 945 Zeitschriften
              - Engineering, Computing and Technology: 1.040 Zeitschriften
              - Clinical Medicine: 1.035 Zeitschriften
              - Agriculture, Biology and Environmental Sciences: 990 Zeitschriften
              - Social and Behavioral Sciences: 1.580 Zeitschriften
              - Arts and Humanities: 1.120 Zeitschriften
Besonderheiten:
    - Ausgabeformen:
          * Print: (= Current Contents)
                  Erscheinungsweise: wöchentlich (ohne Kumulierung)
                  Register: Zeitschriftentitel, Stichwort, Verfasser, Verlage
          * CD-ROM: (Current Contents on CD-ROM) (nicht für Arts and Humanities)
                  Erscheinungsweise: wöchentlich kumuliert (bis zur Jahreskumulation)
                  Features: 18 Suchkategorien, enthält auch Abstracts, darin auch Stichwörter recherchierbar
          * Web: (Current Contents Connect)
                  Update: laufend
                  Features: 18 Suchkategorien, enthält auch Abstracts, darin auch Stichwörter recherchierbar;
                  Kommunikationsdaten von Verfassern und Verlagen, Suche nach Inhaltsverzeichnissen einzelner
                  Disziplinen oder Zeitschriften

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11.2.3. Zeitschriften- und Zeitungsinhaltsbibliographien

Stand: Dezember 2003

 

  Dietrich/Abt. A
Internationale Bibliographie der Zeitschriftenliteratur. Hrsg. Felix Dietrich u.a. Abt. A: Bibliographie der deutschen Zeitschriftenliteratur, mit Einschluß von Sammelwerken. Bd. 1-128. Erg.-Bd. 1-20. 6 ungezählte Sonderbände. 1897-1964.
              Quellen: Aufsätze aus Periodika und monographischen Sammelwerken des deutschen Sprachkreises
              Erscheinungsweise: meist halbjährlich
              Konzeption: Sprachkreiskonzeption
              Anlage: Alphabet weiter Schlagwörter, Verfasserregister
              Berichtszeit: 1861-1944; 1947-1964
              Umfang: 140.000 Aufsätze aus 5.000 Periodika (1938)
              Schriftenklassen/Mediengattungen (ausgewertet): Zeitschriften, Zeitungen (meist in eigener Beilage
              angezeigt), Festschriften, Tagungsberichte, Sammelwerke, z.T. auch Aufsatzsammlungen eines Verfassers
Besonderheiten:
    - rückwärtige Erweiterung der Berichtszeit in den Nachtragsbänden 1896 bis 1861
    - Zeitangaben der Bände beziehen sich auf Bearbeitungszeiträume, nicht Berichtszeiträume
    - Titelaufnahmen der Aufsatz-Sachtitel gekürzt, Verfasser, Quelle (Periodika werden nach Schlüsselnummernsystem
      angegeben, das in jedem Band enthalten ist)
    - Ordnung PI-ähnlich
    - nur wissenschaftliche und fachliche Aufsätze, aber aus allen Fachrichtungen
    - keine Titelkumulierung, selten Registerkumulierung (Verfasser)
    - Schlagwörter sind meist Stichwörter
    - gelegentlich Schlagwortübersichten
    - Berichtslücke 1945-1946

  Dietrich/Abt. A-Beilage
Internationale Bibliographie der Zeitschriftenliteratur. Hrsg. Felix Dietrich u.a. Abt. A: Beilage: Verzeichnis von Aufsätzen aus deutschen Zeitungen. Bd. 1-31. 1909-1944.
              Quellen: Aufsätze aus Zeitungen des deutschen Sprachkreises
              Erscheinungsweise: teils wöchentlich, teils zweiwöchentlich, Jahresregister der Stich- bzw.
              Schlagwörter und der Verfasser
              Konzeption: Sprachkreiskonzeption
              Anlage: sachlich, Alphabet weiter Schlagwörter, Verfasserregister
              Berichtszeit: 1908-1922; 1928-1944
              Umfang: jährlich ca. 15.000 Aufsätze aus 50-100 Zeitungen
              Schriftenklassen/Mediengattungen (ausgewertet): Zeitungen
Besonderheiten:
    - 1923-1928 nicht erschienen, sondern in Abt. A integriert
    - erfaßt nur Zeitungsbeiträge von wissenschaftlichem oder literarischem Wert

  Dietrich/Abt. B
Internationale Bibliographie der Zeitschriftenliteratur. Hrsg. Felix Dietrich u.a. Abt. B: Bibliographie der fremdsprachigen Zeitschriftenliteratur. Bd. 1-22. N.F.-Bd. 1-51. 1911-1964.
              Quellen: Aufsätze aus fremdsprachigen Periodika und fremdsprachigen monographischen
              Sammelwerken; teils mittelbare Quellen
              Erscheinungsweise: mehrere Bände jährlich mit jeweils vollständigem Schlagwortalphabet pro Band
              Anlage: sachlich, Alphabet weiter weiter Schlagwörter, Verfasserregister (ab Berichtsjahr 1920)
              Berichtszeit: 1861-1944; 1947-1964
              Umfang: 125.000 Aufsätze aus 4.000 Periodika (1938)
              Schriftenklassen/Mediengattungen (ausgewertet): Zeitschriften, Zeitungen, Festschriften, Tagungsberichte,
              Sammelwerke
Besonderheiten:
    - anfangs nur germanische und romanische Sprachkreise, später auch slawischer Sprachkreis
    - Zeitschriften und Zeitungen (nicht in seperater Beilage)
    - übernimmt teilweise fremde Periodikaerschließungen
    - Berichtslücke 1945-1946
    - ansonsten Anlage und Besonderheiten wie in Abt. A

  Dietrich/Abt. C
Internationale Bibliographie der Zeitschriftenliteratur. Hrsg. Felix Dietrich u.a. Abt. C: Bibliographie der Rezensionen mit Einschluß von Referaten und Selbstanzeigen. Bd. 1-77. N.F.-Bd. 1-51. 1900-1943.
              Quellen: Rezensionen deutscher und ausländischer Bücher und Karten aus deutschen und fremdsprachigen
              (ab 1911) Periodika und Sammelwerken, die für Abt. A und Abt. B ausgewertet wurden
              Erscheinungsweise: ein bis zwei Bände pro Jahr
              Anlage: Alphabet der Verfasser/Sachtitel der besprochenen Werke; keine Register
              Berichtszeit: 1896-1943
              Umfang: 60.000 rezensierte Werke aus 9.000 Periodika/Sammelwerken (1938)
              Schriftenklassen/Mediengattungen (ausgewertet): Zeitschriften, Zeitungen, nichtperiodische Sammelwerke
Besonderheiten:
    - fremdsprachige Rezensionen nur von 1909-1919 und 1925-1943
    - Titelaufnahme: rezensiertes Werk, Quelle der Rezension, Rezensent
    - nicht ausgewertet: Zentralblätter der Fachgebiete

  IBZ
Internationale Bibliographie der Zeitschriftenliteratur aus allen Gebieten des Wissens. Hrsg. von Otto Zeller u.a. Osnabrück 1965-.
              Quellen: Aufsätze aus deutschen und internationalen Zeitschriften, Tagungsberichten und sonstigen
              Sammelwerken
              Erscheinungsweise: halbjährlich je ca. 6-7 Bände
              Anlage: in vier Teilen in gelegentlich wechselnder Reihenfolge:
                            A. Index rerum: Hauptteil, nach dem Alphabet der Schlagwörter, innerhalb nach dem Alphabet der
                                 Verfasser bzw. Sachtitel
                            B. Index systematicus (Register der Schlagwörter nach Sachgruppen)
                            C. Index autorum: Verfasserregister mit Verweisung auf vollständige Titelaufnahme
                            D. Periodica (Liste der ausgewerteten Periodika mit Schlüsselnummer)
              Berichtszeit: ca. 1965-
              Umfang: ca. 120.000 Aufsätze aus 8.000 Periodika pro Jahr
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Zeitschriften, Tagungsberichte, sonstige Sammelwerke
Besonderheiten:
    - Anlage weist viele Parallelen zu Dietrich/Abt. A und Abt. B auf, aber:
    - Titelaufnahmen nach mechanischer Wortfolge
    - Quellen dem Anspruch nach international, de facto wenige slawische und orientalische Titel
    - IBZ - wie auch schon Dietrich - zwar interdisziplinär ausgerichtet, real deutlich geistes- und sozialwissenschaftlicher
      Schwerpunkt

  IBZ-CD-ROM
Internationale Bibliographie der Zeitschriften-Literatur. Osnabrück 1994-.
              Quellen: Aufsätze aus deutschen und internationalen Zeitschriften, Tagungsberichten, Sammelwerken
              Erscheinungsweise: halbjährlich
              Suchkriterien: Schlagwörter (deutsch und englisch), Sachgebiet, Autor, Stichwörter, Zeitschriftentitel,
              Verlag, Erscheinungsjahr, Ausgabe (Jahrgang, Heftnummer), Sprache des Aufsatzes, Zusammenfassungen
              (Abstracts, Summaries), Sprache der Zusammenfassung, ISSN, ZDB-ID
              Suchtechniken: Boolesche Operatoren, Trunkierung, Indexlisten
              Berichtszeit: 1983-
              Umfang: ca. 120.000 Aufsätze pro Jahrgang; Ausgabe 1999-2002/2: 465.000 Titelangaben
              Mediengattungen: Zeitschriften, Tagungsberichte, sonstige Sammelwerke
              Preis: laufende CD-ROM pro Jahrgang 3.014 €, bei gleichzeitigem Abo der Printausgabe 1.390 €;
              Neukunde für alle 3 CD-ROMs: 13.000 DM (1998)
Besonderheiten:
    - bisher erschienen 2 abgeschlossene und die laufende aktuelle Ausgabe: 1983/2-1988 (Preis: 3.800 DM, für
      Printabonnenten: 2.500 DM)
    - Online-Zugang über http://www.gbv.de/ (monatliche Aktualisierung)
    - nicht verschlagwortete Aufsätze sind über den Gesamtindex recherchierbar
    - Liste der ausgewerteten Zeitschriften unter: http://www.saur.de/pdf/libr_m1.pdf

  IBZ-Online
Internationale Bibliographie der Zeitschriftenliteratur.
URL:
http://www.gbv.de/
              Quellen: Aufsätze aus deutschen und internationalen Zeitschriften, Tagungsberichten und sonstigen
              Sammelwerken
              Aktualisierung: monatlich
              Suchkriterien: Schlagwörter (deutsch und englisch), Sachgebiet, Autor, Stichwörter, Zeitschriftentitel,
              Verlag, Erscheinungsjahr, Ausgabe (Jahrgang, Heftnummer), Sprache des Aufsatzes, Zusammenfassungen
              (Abstracts, Summaries), Sprache der Zusammenfassung, ISSN, ZDB-ID
              Suchtechniken: Boolesche Operatoren, Trunkierung, Indexlisten
              Berichtszeit: 1983-
              Umfang: 2,3 Mill. Aufsätze aus 6.000 Zeitschriften; jährlicher Zuwachs ca. 120.000 Aufsätze
              (Stand: Juni 2002)
              Mediengattungen: Zeitschriften, Tagungsberichte, sonstige Sammelwerke
Besonderheiten:
    - Mengengerüst der ausgewerteten Zeitschriften:
          * 51% erscheinen in Englisch
          * 37% erscheinen in Deutsch
          * 12% erscheinen in weiteren Sprachen
    - Liste der ausgewerteten Zeitschriften unter: http://www.saur.de/pdf/libr_m1.pdf

  IBR
Internationale Bibliographie der Rezensionen wissenschaftlicher Literatur. Hrsg. von Otto Zeller. Osnabrück 1971-.
              Quellen: Rezensionen deutscher und ausländischer Bücher aus deutschen und fremdsprachigen
              Periodika und Sammelwerken
              Erscheinungsweise: halbjährlich in je 3 Bänden
              Anlage: Hauptteil nach Schlagwörtern mit vollständigen Titelaufnahmen und vier Registern:
                            - Register der besprochenen Werke (Verfasser, Sachtitel)
                            - Sachgebietsregister: systematische Schlagwörterübersicht
                            - Rezensentenregister
                            - Zeitschriftenindex: Verzeichnis der ausgewerteten Zeitschriften
              Berichtszeit: ca. 1967- (Bezug: Erscheinungsjahr der rezensierten Werke)
              Umfang: 45.000 Rezensionen aus 2.500 Periodika bzw. Sammelwerken (1995)
              Schriftenklassen/Mediengattungen (ausgewertet): Zeitschriften, nichtperiodische Sammelwerke
Besonderheiten:
    - Verzeichnungsumfang der bibliographischen Einträge zum rezensierten Werk: Autor, Titel, Sachgebiet; zur Rezension: Rezensent, Zeitschrift, Sprache, Ausgabe,
       Jahr, Seite, ISSN, ZDB-ID, Verlag, Adresse
    - bis Vol. 13,1 insgesamt 3 Hauptteile mit vollständigen Titelangaben: Index rerum nach Schlagwörtern, Index
      autorum nach rezensierten Werken, Index recensorum nach Rezensenten
    - umfaßt nur Rezensionen von fachlichen und wissenschaftlichen Werken

  IBR-CD-ROM
Internationale Bibliographie der Rezensionen wissenschaftlicher Literatur. Hrsg. von Otto Zeller. Osnabrück 1995-.
              Quellen: Rezensionen deutscher und ausländischer Bücher aus deutschen und fremdsprachigen
              Periodika und Sammelwerken
              Erscheinungsweise: halbjährlich
              Suchkriterien: Schlagwörter (deutsch und englisch), Sachgebiet, Autor des rezensierten Werkes,
              Stichwörter im Titel des rezensierten Werkes, Rezensierende Zeitschrift, Verlag, Erscheinungsjahr,
              Ausgabe (Jahrgang, Heftnummer), Sprache der Rezension, Rezensent, ISSN, ZDB-ID
              Suchtechniken: Boolesche Operatoren, Trunkierung, Indexlisten
              Berichtszeit: ca. 1989- (Bezug: Erscheinungsjahr der rezensierten Werke)
              Umfang: 450.000 Rezensionen (IBR Erscheinungsjahre 1985-1995);178.000 Rezensionen zu 80.000 Werken (IBR-Kumulation 2000-2002/2
              Schriftenklassen/Mediengattungen: ausgewertet: Zeitschriften, nichtperiodische Sammelwerke
              Preis: 1.508 € pro Jahr
Besonderheiten:
    - Verzeichnungsumfang der bibliographischen Einträge zum rezensierten Werk: Autor, Titel, Sachgebiet; zur Rezension: Rezensent, Zeitschrift, Sprache,
       Ausgabe, Jahr, Seite, ISSN, ZDB-ID, Verlag, Adresse
    - ein Grundwerk als Zehnjahreskumulation für die Jahre 1985-1994 (430.000 rezensierte Werke)
    - Preis: 2.030 €, weitere Kumulation für 1995-1999 und 2000-2002
    - Online-Zugang über http://www.gbv.de/ (monatliche Aktualisierung)
    - Zählung der IBR-CD orientiert an Printversion: 32. Jg. 2002 (BER: 2000-2002)
    - Zuwachs bis 1997 40.000 Titel jährlich, ab 1998 60.000 60.000 Rezensionen von ca. 20.000 Werken jährlich

  IBR-Online
Internationale Bibliographie der Rezensionen wissenschaftlicher Literatur. Hrsg. von Otto Zeller.
URL:
http://www.gbv.de/
              Quellen: Rezensionen deutscher und ausländischer Bücher aus deutschen und fremdsprachigen
              Periodika und Sammelwerken
              Aktualisierung: monatlich
              Suchkriterien: Schlagwörter (deutsch und englisch), Sachgebiet, Autor des rezensierten Werkes,
              Stichwörter im Titel des rezensierten Werkes, Rezensierende Zeitschrift, Verlag, Erscheinungsjahr, Ausgabe
              (Jahrgang, Heftnummer), Sprache der Rezension, Rezensent, ISSN, ZDB-ID
              Suchtechniken: Boolesche Operatoren, Trunkierung, Indexlisten
              Berichtszeit: ca. 1989- (Bezug: Erscheinungsjahr der rezensierten Werke)
              Umfang: 885.000 Rezensionen von ca. 560.000 Werken (IBR Erscheinungsjahre ab 1984, Stand Februar 2003), jährlicher Zuwachs 60.000
              Eintragungen
              Schriftenklassen/Mediengattungen: ausgewertet: Zeitschriften, nichtperiodische Sammelwerke
              Preis: 1.508 € Jahresabo
Besonderheiten:
    - Verzeichnungsumfang der bibliographischen Einträge zum rezensierten Werk: Autor, Titel, Sachgebiet; zur Rezension: Rezensent, Zeitschrift, Sprache, Ausgabe,
       Jahr, Seite, ISSN, ZDB-ID, Verlag, Adresse
    - Zuwachs 60.000 Titel jährlich
    - Mengengerüst der Online-Datenbank Anfang 2002:
          * 65% englischsprachige Rezensionen
          * 23% deutschsprachige Rezensionen
          * 6% französischsprachige Rezensionen
          * 6% Rezensionen in sonstigen Sprachen
    - Verknüpfung mit einem Dokumentlieferdienst für Artikel und Bücher ab 2002 geplant

  SCI
Science Citation Index. An international interdisciplinary index to the literature of science, medicine, agriculture, technology and the behavioral sciences. Philadelphia: 1961-.
              Quellen: 3.300 naturwissenschaftliche und technische Zeitschriften
              Erscheinungsweise: zweimonatlich mit Jahreskumulation und Mehrjahreskumlation
              Anlage: - Source Index: nach dem Alphabet der Verfasser
                            - Permuterm Subject Index: Register der Stichwörter aus Sachtiteln des Source Index (bei
                              fremdsprachigen Titeln in englischer Übersetzung)
                            - Corporate Index: Register aller Körperschaften, denen die im Source Index vertretenen Autoren
                              angehören
                            - Citation Index: nach dem Alphabet der Verfasser zitierter Schriften
              Berichtszeit: 1945- (Source Index)
              Umfang: 560.000 Aufsätze, 4,4 Mio zitierte Schriften, 8,7 Millionen Zitierungen (1983)
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Zeitschriftenaufsätze
              Kumulierungen:
                  - 10-Jahreskumulierungen: 1945-1954; 1955-1965
                  - 5-Jahreskumulierungen: 1965-1969 ... 1990-1994

  SCI CD-ROM
Science Citation Index. CD-ROM Edition. 1988-.
              Quellen: 3.300 naturwissenschaftliche und technische Zeitschriften
              Erscheinungsweise: vierteljährlich mit Jahreskumulation
              Suchkriterien: Autor, Stichwort, Sachtitel der Quelle, zitierter Autor, zitiertes Werk, Autorenanschrift,
              Sprache, Dokumenttyp, Erscheinungszeitpunkt, "related records" (Titel, die gleiche Werke zitieren),
              "shared references" (Werke, die von zwei oder mehr Aufsätzen zitiert werden)
              Suchtechniken: Boolesche Operatoren, Indexlisten, feldbezogene Suche, Trunkierung
              Berichtszeit: 1980-
              Umfang: 560.000 Aufsätze, 4,4 Millionen zitierte Schriften, 8,7 Millionen Zitierungen (1983)
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Zeitschriftenaufsätze

  SSCI
Social Sciences Citation Index. An international interdisciplinary index to the literature of social, behavioral and related sciences. Philadelphia: 1973-.
              Quellen: 1.700 Zeitschriften aus 50 sozialwissenschaftlichen Disziplinen vollständig, 3.300 in Auswahl
              ausgewertet
              Erscheinungsweise: viermonatlich mit Jahreskumulation und Mehrjahreskumation
              Anlage: - Source Index: Alphabet der Verfasser
                            - Permuterm Subject Index: Register der Stichwörter aus Sachtiteln des Source Index (bei
                              fremdsprachigen Titeln in englischer Übersetzung)
                            - Corporate Index: Register aller Körperschaften, denen die im Source Index vertretenen Autoren
                              angehören
                            - Citation Index: Alphabet der Verfasser zitierter Schriften
              Berichtszeit: 1956- (Source Index)
              Umfang: 130.000 Aufsätze, 1 Million zitierte Schriften, 1,4 Millionen Zitierungen (1983)
              Mehrjahreskumulationen:
                  - 10-Jahreskumulierungen: 1956-1965
                  - 5-Jahreskumulierungen: 1966-1970, 1986-1990 (seither 5-Jahreskumulationen nur noch
                    auf CD-ROM)

  SSCI CD-ROM
Social Sciences Citation Index. CD-ROM Edition. 1988-.
              Quellen: 1.700 Zeitschriften aus 50 sozialwissenschaftlichen Disziplinen
              Erscheinungsweise: vierteljährlich mit Jahreskumulation
              Suchkriterien: Autor, Stichwort, Sachtitel der Quelle, zitierter Autor, zitiertes Werk, Autorenanschrift,
              Sprache, Dokumenttyp, Erscheinungszeitpunkt, "related records" (Titel, die gleiche Werke zitieren),
              "shared references" (Werke, die von zwei oder mehr Aufsätzen zitiert werden)
              Suchtechniken: Boolesche Operatoren, Indexlisten, feldbezogene Suche, Trunkierung
              Berichtszeit: 1981-
              Umfang: 560.000 Aufsätze, 4,4 Millionen zitierte Schriften, 8,7 Millionen Zitierungen (1983)
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Zeitschriftenaufsätze
              Mehrjahreskumulationen:
              - 5-Jahreskumulierungen: 1981-1985, 1986-1990, 1991-1995 (letztere wahlweise auch mit Abstracts)

  AHCI
Arts and Humanities Citation Index. Philadelphia 1978-
              Quellen: 1.150 Zeitschriften aus 50 sozialwissenschaftlichen Disziplinen vollständig, 5.000 Periodika in Auswahl
              ausgewertet
              Erscheinungsweise: halbjährlich mit Jahreskumulation und Mehrjahreskumulation
              Anlage: - Source Index: Alphabet der Verfasser
                            - Permuterm Subject Index: Register der Stichwörter aus Sachtiteln des Source Index (bei fremdsprachigen
                              Titeln in englischer Übersetzung)
                            - Corporate Index: Register aller Körperschaften, denen die im Source Index vertretenen Autoren
                              angehören
                            - Citation Index: Alphabet der Verfasser zitierter Schriften
              Berichtszeit: 1976- (Source Index)
              Umfang: 120.000 Aufsätze, 660.000 zitierte Schriften, 760.000 Zitierungen (1983)
              Mehrjahreskumulationen:
              - 5-Jahreskumulation: 1975-1979
Besonderheiten:
    - fachliche Schwerpunkte von AHCI:
          * Theologie, Philosophie, Geschichte
          * Sprach- und Literaturwissenschaft
          * Kunst-, Theater-, Musik- und Filmwissenschaft, Archäologie

  AHCI CD-ROM
Arts and Humanities Citation Index. CD-ROM Edition. Philadelphia: 1990-.
              Quellen: 1.150 Zeitschriften aus 50 sozialwissenschaftlichen Disziplinen
              Erscheinungsweise: viermonatlich mit Jahreskumulation
              Suchkriterien: Autor, Stichwort, Sachtitel der Quelle, zitierter Autor, zitiertes Werk, Autorenanschrift,
              Sprache, Dokumenttyp, Erscheinungszeitpunkt, "related records" (Titel, die gleiche Werke zitieren),
              "shared references" (Werke, die von zwei oder mehr Aufsätzen zitiert werden)
              Suchtechniken: Boolesche Operatoren, Indexlisten, feldbezogene Suche, Trunkierung
              Berichtszeit: 1981-
              Umfang: 560.000 Aufsätze, 4,4 Millionen zitierte Schriften, 8,7 Millionen Zitierungen (1983)
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Zeitschriftenaufsätze
              Mehrjahreskumulationen:
              - 20-Jahreskumulation: 1975-1994
              - 10-Jahreskumulation: 1980-1989

  Web of Science
Web of Science. Institute for Scientific Information (ISI).
Online-Datenbank
URL:
http://www.isinet.com/
              Quellen: SCI, SSCI, AHCI; insges. 8.600 Periodika (2001)
              Update: wöchentlich
              Konzeption:
              Suchkriterien:
              Suchtechniken:
              Berichtszeit: 1945- (SCI), 1956- (SSCI), 1975- (AHCI)
              Umfang: 8.600 ausgewertete Zeitschriften; wöchentlicher Zuwachs 23.500 Artikel
              Preis:
Besonderheiten:
    - Zugang auch über Hosts wie DataStar, DIALOG, DIMDI und STN
    - bezieht mehr über 2.000 weitere Zeitschriften ein als Print- und CD-ROM-Variante (SCI: 5.800; SSCI 1.730;
      AHCI 1.100)
    - Autorenabstracts
          * SCI seit 1991 75% der Artikel
          * SSCI seit 1992 65% der Artikel
    - Verteilung der Autoren (1996):
          * SCI 33,5% USA
                    39,5% Europa
          * SSCI 55,2% USA
                      28,0% Europa
          * AHCI 57,4% USA
                       36,6% Europa

  PCI
Periodicals contents on CD-ROM. PCI. Cambridge: Chadwyck-Healey 1994-.
              Quellen: 3.219 Zeitschriften, die zwischen 1900 und 1990 erschienen (Schwerpunkt: Nordamerika
              und Europa)
              Erscheinungsweise: halbjährlich bis zum Abschluß des Grundwerkes
              Suchkriterien: Stichwörter aus Aufsatz- und Zeitschriftentiteln, Verfassernamen, Zeitschriftentitel,
              Sprache der Artikel, Sachgruppen (37), Erscheinungsdatum, Suche nach Inhaltsverzeichnissen
              Berichtszeit: (Anfang des 19. Jhds.) 1900-1990
              Umfang: 11 Millionen Aufsatztitel aus 3.219 Zeitschriften (6´2000)
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Aufsätze aus wissenschaftlichen Zeitschriften der Geistes- und
              Sozialwissenschaften
Besonderheiten:
    - pro Jahr werden 1 Millionen Aufsatztitel erschlossen
    - keine intellektuelle Inhaltserschließung, daher nur Freitextsuche mit Stichwörtern möglich, in Kombination mit
      Sachgruppe
    - Preis: 70.000 Pfund!
    - PCI ist auch als Datenbank online zugänglich über OCLC oder über:
      http://pci.chadwyck.com/
          * Umfang: 11 Millionen Datensätze aus 3.219 Periodika (Juni 2000)
          * Update: zweimonatlich
          * Preis: 5.525 £ Einzelplatz/Jahresabo
    - Projekterweiterung: PCI Full Text
    - ab März 2000 werden pro Jahr ca. 75 Periodika als Image komplett zugänglich gemacht
    - Ziel: "virtuelle" Bibliothek mit vollständigen Ausgaben abgeschlossener Zeitschriften

  ZD
Zeitschriftendienst. Berlin: 1966-.
              Quellen: ca. 170-250 deutschsprachige Zeitschriften (populärwissenschaftlich, unterhaltend, praxisorientiert)(2001: 230)
              Erscheinungsweise: monatlich kumulierend
              Anlage: sachlich nach Schlagworten (RSWK) mit Verfasserregister, Schlagwörter ab 2001 wie bei IBZ unter
              Berücksichtigung von SWD
              Berichtszeit: 1965- ca. 1999 (print) 1983- (online)
              Preis: 208 Euro ab 2001
              Umfang: ca. 10.000 Aufsätze pro Jahr
              Mediengattungen: Zeitschriftenaufsätze
Besonderheiten:
    - früher als Datenbank kostenlos zugänglich unter http://www.dbilink.de/; monatlich kumulierend mit Berichtsjahren 1996ff.
    - Demoversion kostenlos zugänglich unter: http://www.gbv.de/
    - als CD-ROM jährlich kumulierend zuletzt: 1987-1999 zum Preis von DM 98.-, erschließt 141.300 Aufsätze
      aus 250 Zeitschriften aller Sachgebiete
    - monatlich erscheinende Mikroficheausgabe Ende 1998 eingestellt
    - ab 2. Halbjahr 2001 vom Verlag Zeller/Dietrich (Herbst 2001 von Saur gekauft)
      weitergeführt
    - damit kommen mit der IBZ (Internationale Bibliographie der Zeitschriftenliteratur) zwei der
      bedeutendsten Zeitschrifteninhaltsdienste aus dem gleichen Verlagshaus
    - Anschluss an Dokumentliefersystem für 2002 geplant
    - die Aufsätze sind mit dem Online-Bestellsystem des GBV verknüpft und können über die
      Online-Fernleihe oder GBVdirekt bestellt werden
    - Liste der ausgewerteten Zeitschriften: http://www.dietrich-bibliogr.de/
    - Anspruch: Nachweis nur der Titel, die von längerfristigem Interesse sind: Funktion eines Qualitätsfilters der
      aktuellen deutschen Zeitschriftenliteratur

  ZI
Zeitungsindex. Verzeichnis wichtiger Aufsätze aus deutschsprachigen Zeitungen. München 1974-1993. 1.1974-17.1990.
              Quellen: überregionale deutschsprachige Zeitungen
              Erscheinungsweise: vierteljährlich
              Anlage: sachlich nach dem Alphabet deutscher Schlagwörter; Jahresregister der Verfasser,
              systematisches Register nach 3 Formalgruppen (Beilagen, Interviews, Nachrufe) und 26 Sachgruppen,
              Register der geographischen Schlagwörter
              Berichtszeit: 1974-1990
              Umfang: 50-60.000 Artikel pro Jahrgang
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Tages- und Wochenzeitungen
Besonderheiten:
    - Schlagwörter werden möglichst eng gefaßt
    - Buchrezensionen in jährliches Beiheft ausgegliedert
    - der ZI erschien 1992 als Grundwerk auf CD-ROM, mit den Berichtsjahren 1982-1989 und einem Umfang
      von über 400.000 Artikel aus 19 Zeitungen
    - die CD-ROM sollte jährlich aktualisiert neu erscheinen, was jedoch nie geschehen ist

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11.3. Hochschulschriftenverzeichnisse
11.3.1. Allgemeines

Stand: August 2001

 

Bei Hochschulschriftenbibliographien handelt es sich um Verzeichnisse der Veröffentlichungen von akademischen Forschungs- und Lehranstalten, also Universitäten, sonstigen Hochschulen und akademischen Einrichtungen.

Verwandte Gattungen:
    - Schulschriften:
          * Veröffentlichungen von Schulen und höheren Lehranstalten
    - Akademieschriften und Reports:
          * Veröffentlichungen von wissenschaftlichen Gesellschaften und Forschungsinstituten

Verzeichnisse über wissenschaftliche Institutionen:
    - Adreßbücher:
          * enthalten neben Namen und Anschriften sowie sonstigen Kommunikationsdaten oft auch weitere Kerndaten zu
            den Institutionen
    - Handbücher:
          * streben umfassendere Information an als Adreßbücher; außerdem beinhalten sie oft Artikel mit enzyklopädischem
            Charakter, die z.B. folgende Angaben enthalten können:
                - historische Entwicklung der Institution
                - Aufbau und Struktur
            - Aufgaben und Tätigkeiten
                - Angaben zu Personen, die in der Institution im wissenschaftlichen Bereich mitarbeiten
                - Publikationen der Institution und über die Institution in Auswahl
    - da solche Adreß- und Handbücher jedoch zu den Nachschlagewerken und nicht zu den Bibliographien zählen, sollen
      diese hier (im Gegensatz zu Allischewski, S. 275ff.) nicht weiter behandelt werden

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11.3.1.1. Arten von Hochschulschriften

Stand: August 2001

 

Arten von Hochschulschriften:
    - Reine Verwaltungsschriften:
          * z.B. Statuten der Hochschule (Grundordnung), Personal- und Vorlesungsverzeichnisse, Studienführer
          * deren Wert ist im allgemeinen gering gegenüber den wissenschaftlichen Arbeiten
    - Wissenschaftliche Arbeiten:
          * dazu zählen vor allem
                - Rektoratsreden, Festvorträge, Antrittsvorlesungen (die gelegentlich und an manchen Hochschulen als eigenständige
                  Kleinschriften veröffentlicht werden)
                - Habilitationsschriften (zur Erlangung der Lehrbefugnis [venia legendi] an einer wissenschaftlichen Hochschule)
                - Dissertationen (als wissenschaftliche Erstlingspublikation [Inaugural...], zur Erlangung des Doktorgrades)
                - sonstige Arbeiten für akademische Examina (Diplom, Magister, Staatsexamen), die gewöhnlich nicht veröffentlicht
                  werden
                - wissenschaftliche Periodika der Hochschulen (Zeitschriften, Serien)

(vgl. Allischewski, S. 279)

Inhalte und Bezeichnungen von Hochschulschriftenverzeichnissen:
    - "Da die Dissertationen den weitaus größten Anteil der Hochschulschriften stellen, werden die Verzeichnisse oft -
      pars pro toto - als "Dissertationsverzeichnisse" bezeichnet, auch wenn sie eventuell andere Schriftenklassen
      aufnehmen."
    - In manchen Ländern (USA, Schweden, Schweiz) werden auch alle Publikationen, die von Angehörigen der Universität
      verfaßt sind, zu den Hochschulschriften gerechnet.

(vgl. Totok-Weitzel, S. 237)

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11.3.1.2. Dissertationen

Stand: August 2001

 

Dissertationen - Diskussionen über die Qualität:

    - die Qualität von Dissertationen hängt nicht zuletzt von den dahinterstehenden Prüfungsordnungen ab
    - immer handelt es sich um wissenschaftliche Anfängerarbeiten
    - Anforderungen an eine Dissertation können von Fakultät zu Fakultät, von Hochschule zu Hochschule, von Land
      zu Land sehr verschieden sein
    - entsprechend unterschiedlich sind auch die Nachfrage und Benutzungshäufigkeit von Dissertationen
    - insbesondere der Wert medizinischer Dissertationen wird von manchem in Zweifel gezogen

"Die Massenproduktion vor allem medizinischer Dissertationen, oft in wenigen Wochen zusammengeschrieben, hat das Ansehen von Dissertationen generell ruiniert und einen kräftigen Schatten auf Dissertationen anderer Fächer geworfen."

(Limburg, S. 248?)

Eine Untersuchung gelangte 1984 zu folgenden Ergebnissen:
    - ca. 50% aller Dissertationen in der BRD sind medizinische
    - ihr Anteil an der Ausleihe beträgt ca. 5% (S. 21)
    - daraus folgt: jede zweite magazinierte Dissertation ist eine medizinische, aber nur jede 20. ausgeliehene
    - 93% der ausgeliehenen Dissertationen gehören zu Theologie, Recht, Geisteswissenschaften, Wirtschafts- und
      Sozialwissenschaften, 2% zu Naturwissenschaften (Technik entfällt, da in ULB Bonn nicht gesammelt)

(vgl.: Hartwig Lohse: Der Tausch mit medizinischen Dissertationen an den Universitäts-#3C86B3
bibliotheken der Bundesrepublik Deutschland. In: ZfBB, 31, 1984, S. 19-29.)

Dennoch enthalten Dissertationen manches wertvolle wissenschaftliche Resultat, das ohne bibliographische Verzeichnung verloren wäre (Totok-Weitzel, S. 237), denn sie
    - schildern Stand der Wissenschaft und Technik auf einem bestimmten Spezialgebiet
    - beschreiben detailliert erfolgreiche und erfolglose experimentelle Vorgehensweisen
    - geben viele Daten und Einzelbefunde wieder
    - legen auch falsifizierte Hypothesen dar
    - enthalten ausführliche und aktuelle Bibliographien

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11.3.1.3. Alte und neue Formen von Dissertationen/Formen der Erschließung

Stand: August 2001

 

Alte und neue Formen von Dissertationen/Formen der Erschließung:
    - heutige Dissertationen werden wie normale Verfasserschriften unter dem Doktoranden als Verfasser
      angesetzt
    - die hervorstechende Besonderheit der Titelaufnahme einer solchen Dissertation ist der Dissertationsvermerk,
      der aus folgenden Elementen besteht:

Ort Hochschule Fakultät/Fachbereich Art der Hochschulschrift Jahr
Köln, Univ., Theol. Fak., Diss. 1998

    - in ähnlicher Weise werden auch die Habilitationsschriften verzeichnet:
          * Göttingen, Univ., Philos. Fak., Habil. Schr. 1972
             (Fakultät/Fachbereich gehört nach PI zum HS-Vermerk, nach RAK nicht mehr!)
    - diese Art der Verzeichnung, nämlich Dissertationen als Verfasserschriften zu behandeln, gilt nicht für alte
      Dissertationen (vgl. Allischewski, S. 279):
    - bis zum Ende des 18. Jahrhunderts war eine ältere Form des Prüfungsverfahrens üblich: der Professor
      beteiligte mehrere Doktoranden zugleich an einem Promotionsverfahren; die daraus entstehende "Dissertation"
      enthielt oft nur eine Aufstellung der Themen, über die der Professor als Vorsitzender einer Prüfungskommission
      (Präses) seine Doktoranden als "Respondenten" meist mündlich diskutieren ließ
    - eine Dissertation war damals also weniger eine selbständige Einzelarbeit, als vielmehr das schriftlich fixierte
      Ergebnis einer mündlichen Erörterung zwischen den Promotionskandidaten und einem oder mehreren
      Hochschullehrern (entspricht vielleicht dem heutigen Kolloquium)
    - wer das Diskussionsergebnis eigentlich verfaßt hat, Respondent, Präses oder beide zusammen, läßt sich oft nicht
      klar erkennen oder ermitteln
    - es hat sich heute durchgesetzt, alle älteren Dissertationen pauschal als Werke der Präsides (Präses = Verfasser)
      zu behandeln, die Doktoranden werden entweder gar nicht berücksichtigt oder erhalten allenfalls eine
      Nebeneintragung

Exkurs: Dissertationen in der DDR
    - Diss. A = übliche Dissertation
    - Diss. B = Habilitation
    - Promotionsinstitutionen bestanden auch außerhalb der traditionellen Hochschulen: z.B. beim ZK der SED, der
      Gewerkschaftshochschule "Fritz Heckert", bei der NVA und dem Ministerium für Staatssicherheit
    - Für DDR-Dissertationen bestanden verschiedene Sekretionsgrade, wobei NSW, NfD und VD in Leipzig vorhanden
      und teilweise in JVH angezeigt sind
          * NSW = gesperrt für nichtsozialistische Wirtschaftsgebiet (niedrigster Grad)
          * NfD = Nur für den Dienstgebrauch (in Sondermagazinen der Bibl.)
          * VD = Vertrauliche Dienstsache (in Sondermagazinen der Bibl.)
          * VS = Verschlußsache
          * VVS = Vertrauliche Verschlußsache
          * GVS = Geheime Verschlußsache
          * PiM = Parteiinternes Material (Nur von Kadern des ZK der SED einsehbar)
          * NVA = Nur in der NVA von wenigen Personen einsehbar
    - Themen dieser Dissertationen sind z.B.:
          * Außenpolitische Konzepte der SED
          * Defizite in der medizinische Versorgung
          * Analysen zur Kriminalität, sozialen Deviation, Suizidrate...
          * Sportmedizinische Forschungen (diese Dissertationen sind zum Teil bis heute nicht auffindbar!)
          * Themen zur inneren Sicherheit
          * militärische Themen

Vgl. dazu: Bibliographie der geheimen DDR-Dissertationen. Hrsg. und
eingel. von Wilhelm Bleek und Lothar Mertens. 2 Bde. München: Saur 1994.

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11.3.1.4. Gegenwart und Ausblick: Digitale Dissertationen

Stand: August 2001

 

Gegenwart und Ausblick: Digitale Dissertationen

    - Literatur: Klaus-Dieter Lehmann: Dissertationen Online. In: Bibliotheksdienst, 31, 1997, 4, S. 645-651.
    - gegenwärtige Praxis: Promotionsordnungen der Hochschulen regeln für die einzelnen Fächer das Verfahren zur
      Annahme und Veröffentlichung der Dissertationen
    - der größere Teil von jährlich ca. 27.000 in der BRD wird weiterhin im Selbstdruckverfahren hergestellt, ein
      kleinerer Teil als Mikroform, in einigen Fächern gibt es auch Verlagsveröffentlichungen
    - im Mengengerüst 1996 (nach DK-Gruppen):

Medizin 10.866 40,2%
Naturwissenschaften 5.964 22,1%
Sozialwissenschaften 3.845 14,2%
Technik 3.385 12,5%
Phil./Psych./Theol. 935 3,5%
Sprach- und Literaturwissenschaften 775 2,9%

    - im Buchhandel erscheinen davon

In der Reihe A werden angezeigt 8.073 30,0%
In der Reihe B werden angezeigt 1.035 3,8%
In der Reihe H werden angezeigt 17.885 66,2%

    - früher mußten die Promovenden 80-120 Exemplare an ihre Hochschulbibliothek abgeben, heute meist 20-40
      Printexemplare, bei Mikroformen und Verlagsveröffentlichungen nur 8-15
    - festgelegt durch "Ständige Konferenz der Kultusminister" (KMK): "Grundsätze für die Veröffentlichung von
      Dissertation" ursprünglich 1974, Neufassungen 1977, 1988 und 1997 (30.10.)
    - 3-6 Exemplare auf alterungsbeständigem Papier an Hochschulbibliothek
    - Verbreitung sicherstellen durch (entweder...):
          * max. 80 Exemplare in Geistes- und Gesellschaftswissenschaften
          * max. 40 Exemplare in Medizin, Natur- und Ingenieurwissenschaften
          * jeweils in Buch- oder Fotodruck
    - Nachweis der Veröffentlichung in einer Zeitschrift
    - Nachweis der Verbreitung über den Buchhandel (Mindestauflage 150)
    - Ablieferung eines Mikrofiches und bis zu 50 weiterer Kopien
    - Ablieferung einer elektronischen Version, Format und Datenträger sind mit Hochschulbibliothek abzustimmen
    - Copyright außer bei Buchhandel und Zeitschriftenpublikation bei Hochschule bzw. Hochschulbibliothek
    - Schriftentausch innerhalb der Hochschulbibliotheken und Pflichtexemplar nach Frankfurt zur DDB
    - DDB hat laut Gesetz über die Deutsche Bibliothek die Pflicht, deutsche Dissertationen zu archivieren,
      zu erschließen und anzuzeigen

(vgl. Kulturministerkonferenz: Grundsätze für die Veröffentlichung von
Dissertationen. In: Bibliotheksdienst. 32, 1998, 4, S. 750-751)

Projekt Dissertationen Online
    - Lehmann schlägt im Einvernehmen mit einigen Hochschulen vor, in Kooperation mit der DFG die Infrastruktur
      zu schaffen, um Dissertationen künftig grundsätzlich online bereitzustellen
    - hinterlegt werden sollten sowohl gedruckte und elektronische Versionen
    - Hochschulbibliothek und DDB archivieren dauerhaft ein gedrucktes und ein elektronisches Exemplar
    - DDB stellt Dissertationen im Netz zur Verfügung, erlaubt Zugriff und Download
    - DDB ist verantwortlich für Langzeitverfügbarkeit auch der elektronischen Version (Migrieren, Umkopieren,
      Konvertieren)
    - Promotionsordnungen müssen einheitlich geändert werden
    - Zahl der abzuliefernden Exemplare kann extrem reduziert werden
    - Formate und Datenträger der elektronischen Versionen müssen einheitlich festgelegt werden (Wildwuchs
      vermeiden)
    - noch offen/Varianten:
          * Umfangsbegrenzung
          * Netz-Dissertation mit Verfallsdatum versehen, nur Printfassung aufheben
          * Netzversion als Privileg definieren (Qualitätshürden)
    - Projektrealisierung:
          * ab 1. Juli 1998 sammelt und archiviert DDB im Internet publizierte und z.T. nicht mehr gedruckte
            Dissertationen und Habilitationen deutscher Universitäten
          * über OPAC recherchierbar, von dort direkt im Volltext abrufbar, URL: http://iltisdbf.dbf.ddb.de:1352/
          * UBs melden Online-Dissertationen über Formular an: Formular enthält Metadaten, die vom Autor erstellt worden sind nach dem auf Dublin Core fußenden
             Format METADISS
          * DDB betreut das Metadatenformat METADISS, die Transferschnittstelle für Online-Hochschulschriften und gewährleistet die Langzeitverfügbarkeit der
             elektronischen Dissertationen
          * DDB beschafft sich die Volltexte z.B. per FTP, archiviert, erschließt systematisch und stellt bereit auf Server deposit.ddb.de
          * Okt. 1998: 65 Online-Dissertationen zugriffsfähig
          * Online-Dissertationen werden nach RAB-NBM und RSWK erschlossen und in der Reihe H angezeigt mit URL der UB und URL des Archivservers der    
            DDB

Stand jeweils am Jahresende
Anzahl der gemeldeten Hochschulschriften
1998
97
1999
521
2000
1582
2001
7462




Qelle: Bibliotheksdienst, 1998, 11, S. 1972 (Erg.: 1'99)

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11.3.1.5. Zur Notwendigkeit separater Hochschulschriftenverzeichnisse

Stand: Dezember 2001

 

Warum besteht die Notwendigkeit einer eigenen Verzeichnung der Schriftenklasse Hochschulschrift bzw. Dissertation?
    - im Rahmen der nationalbibliographischen Verzeichnung werden diese Publikationen häufig nicht hinreichend
      erfaßt/erschlossen
    - dies gilt insbesondere für Nationalbibliographien, die vom Buchhandel herausgegeben werden, da Dissertationen
      nur zu einem geringen Teil in den Handel gelangen
    - Dissertationen fehlen in den Meßkatalogen ebenso wie im Kayser und Heinsius
    - auch im Deutschen Gesamtkatalog waren sie nicht vorgesehen, denn dem Vertrieb dieser Schriften sind zum Teil
      enge Grenzen gesetzt:
          * häufig nur Schriftentausch unter den Hochschulen
          * nur beschränkt zugänglich
          * maschinenschriftliche Dissertationen der frühen Nachkriegszeit
          * manche Dissertationen in der früheren DDR (bewußt unter Verschluß, wird freilich durch bibliographische
            Erschließung nicht zwingend besser, sondern nur durch veränderte politische Bedingungen)
    - vgl. "Bibliographie der geheimen DDR-Dissertationen". Hrsg. u. eingel. von Wilhelm Bleek und Lothar Mertens.
      2 Bde. München: Saur 1994.
          * verzeichnet ca. 8.600 Dissertationen, die bislang nicht nachgewiesen waren
          * solche Dissertationen durften im JVH nicht angezeigt werden, wurden auch nicht nach Leipzig abgeliefert,
            sind nur in den Promotionsakten nachgewiesen! (vgl. dazu Rezension in IFB 94-3/4-375, S. 524-526)
    - fehlen aus Gründen des Urheberrechts noch auf Diss-CD (1997)
    - erscheinen z.T. gar nicht mehr in Papierform, sondern nur auf Mikrofiche
    - werden z.T. nur auf Bestellung publiziert ("Publishing on demand")
    - aus diesen besonderen und engen Vertriebswegen läßt sich ableiten, daß nur spezielle Verzeichnisse (Datenbanken)
      im Rahmen ihrer engeren Grenzen Vollständigkeit wenigstens anstreben und eine angemessene Erschließung
      liefern können (Allischewski, S. 275)
    - Hochschulschriftenverzeichnisse helfen bei der Prüfung, ob es zu einem geplanten Dissertationsvorhaben bereits
      eine Arbeit gibt
    - sie können ebenso dazu beitragen, die in diesem Zusammenhang als besonders schwerwiegend einzustufenden
      Plagiate zu identifizieren
    - sie dienen als wichtige Grundlage für den Tausch dieser Schriftenklasse
    - im Falle einer ebenfalls in einem Verlag als Buchhandelsausgabe erschienen Dissertation dienen die Verzeichnisse
      zur Unterscheidung, da die Buchhandelsausgabe oft inhaltlich nicht identisch mit der ursprünglichen Dissertation
      ist (Erweiterung, Kürzung, Aktualisierung) (vgl. Allischewski, S. 279)
    - zudem wird bei inhaltsgleichen Ausgaben in der Buchausgabe nicht selten der Dissertationsvermerk "vergessen",
      um deren Verkaufschancen zu erhöhen

Die laufende Verzeichnung der Hochschulschriften auf nationaler Ebene in eigenen Verzeichnissen begann
1884 in Frankreich: "Catalogue des thèses de doctorat soutenues devant les universités françaises".
        Année 1.1884 ff., Paris 1885 ff. (1.1884 - 75.1958 u.d.T. "Catalogue des thèses et écrits académiques")
1885 folgten Deutschland, 1885 [1887] ff.
1897 die Schweiz, 1897 [1898 ] ff.
1912 die USA. 1912 [1913] ff.
Wo Sonderverzeichnisse fehlen sind es entweder doch die Nationalbibliographien (Belgien, Norwegen, Schweden) oder
die Listen der Amtsdruckschriften (Dänemark), in denen Hochschulschriften verzeichnet werden.

Geschichtlicher Abriß der Verzeichnung und gegenwärtige Trends:
    - die laufende Verzeichnung der Hochschulschriften auf nationaler Ebene in eigenen Verzeichnissen begann 1884
      in Frankreich, es folgten Deutschland 1885, die Schweiz 1897, die USA 1912
    - wo Sonderverzeichnisse fehlen sind es entweder doch die Nationalbibliographien (Belgien, Norwegen, Schweden)
      oder die Listen der Amtsdruckschriften (Dänemark), in denen Hochschulschriften verzeichnet werden
    - gegenwärtiger Trend:
          * Bedeutung des Typus "Jahresverzeichnis" schwindet
          * die Verzeichnung von Hochschulschriften im Rahmen der amtlichen Nationalbibliographie in Form eigener
            Reihen bzw. Datenbanken setzt sich zumindest im deutschsprachigen Raum zunehmend durch
          * vgl. Einstellung des JVH, JVSH und GVÖD jeweils zugunsten der nationalbibliographischen Verzeichnung
    - abzuwarten bleibt:
          * ob Hochschulschriften zukünftig vorwiegend elektronisch oder mindestens in einer elektronischen
            Parallelausgabe erscheinen
          * ob Hochschulbibliotheken hinsichtlich der Hochschulpublikationen, also auch der Dissertationen Vertrieb
            und Langzeitsicherung übernehmen werden, in die Rolle des elektronischen Eigenverlags schlüpfen werden
    - Beispiel: das Projekt ELDORADO der UB Dortmund (DFG-gefördert)
          * Elektronisches Dokumenten-Retrieval- und Archivsystem Dortmund
          * nutzerfreundliche Präsentation:
                - Volltextsuche per Suchmaske
                - Provenienz-Systematik für Browsing
                - PDF und Postscript als Ausgabeformate für den Text
                - HTML für das Abstract und das Inhaltsverzeichnis
          * sinnvolle inhaltliche Erschließung:
                - Verschlagwortung und Autorenabstract
                - Provenienz-Systematik nach Hochschulherkunftsorten (Fachbereiche)
          * sichere Archivierung
                - Originalformat und Präsentationsformat auf WORM-Platten
          * Dissertationen, Forschungsberichte, Preprints, Vorlesungsskripte...
          * kostenpflichtiges Download bzw. Printing on demand
          * URL: http://eldorado.uni-dortmund.de:8080/

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11.3.1.6. Hochschulschriftenverzeichnisse im deutschen Sprachgebiet

Stand: August 2001

 

Der Hauptteil gedruckter Hochschulschriftenverzeichnisse, speziell der Dissertationenverzeichnisse, kann entweder formal oder sachlich angelegt sein.

Formale Anlage ist möglich nach
    - dem Alphabet der Verfasser
          * dabei ordnen die Namen der Doktoranden neuerer Dissertationen und die der Präsides älterer Dissertationen
            (bis 1800/50)
    - nach Institutionen
          * dabei wird primär nach den Hochschulorten eines Landes geordnet, innerhalb des Ortes nach Hochschulen, innerhalb
            der Hochschule nach Fakultäten und erst innerhalb der Fakultäten nach Verfassern (vgl. Anlage
            des Dissertationsvermerkes)
          * dieser Anlagetyp ist unter den Hochschulschriftenverzeichnisse weit verbreitet
            (vgl. Jahresverzeichnis der deutschen Hochschulschriften)

Sachliche Anlage von Hochschulschriftenverzeichnissen erfolgt
    - zumeist nach Sachgruppen (Bsp.: Comprehensive Dissertation Index: 40 Sachgruppen, innerhalb der Sachgruppen
      nach Stichwörtern)
    - oder aber nach Schlagwörtern

Je nach Anlage des Hauptteils müssen alternative Sucheinstiege durch entsprechende Register geboten werden:
    - das nach Institutionen geordnete Jahresverzeichnis der deutschen Hochschulschriften bietet z.B. ein Verfasser- und
      ein Stichwort-/Schlagwortregister für die sachliche Erschließung an
    - Stichwortregister sind für die sachliche Erschließung der Schriftenklasse "Dissertationen" im allgemeinen gut geeignet,
      da deren Titel meist sehr präzise und vollständig den Inhalt des Werkes wiedergeben
    - ein Verzeichnis, das im Hauptteil nach Verfassern ordnet, sollte mindestens ein Sachregister aufweisen, wie umgekehrt
      ein nach Sachgruppen oder Schlagwörtern geordnetes Hochschulschriftenverzeichnis zumindest über ein
      Personenregister verfügen sollte

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11.3.2. Hochschulschriftenverzeichnisse im deutschen Sprachgebiet

Stand: Juni 2003

 

  Mundt
Mundt, Hermann: Biobibliographisches Verzeichnis von Universitäts- und Hochschuldrucken (Dissertationen) vom Ausgang des 16. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. 4 Bde. Leipzig, München 1936-1980.
Bd. 1,2: 1936-1937.
Bd. 3,4: 1977-1980.

              Quellen: Bestand des Antiquariats Carlsohn/Leipzig und der UB Erlangen-Nürnberg
              Konzeption: Hochschulschriften vorwiegend deutschen Ursprungs, die biographische Angaben enthalten
              Anlage: Formal nach den Respondenten, bei mehreren Respondenten den Präsides; Personenregister
              der Präsides oder Mitverfasser, unter denen im Hauptteil keine Eintragung erfolgt
              Berichtszeit: 1500-1900 (Bd. 3/4: -1800)
              Umfang: 38.000 Titel; Personenregister: 8.500 Einträge
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Hochschulschriften, vorwiegend Dissertationen
Besonderheiten:
    - Schwerpunkt liegt auf süddeutschem Raum
    - Unterschiede zw. Bd. 1/2 (A-Ritter) und Bd. 3/4 (Ritter-Z):
          * Einordnung erfolgt in Bd. 1/2 bei mehreren Respondenten unter Präsides, in Bd. 3/4 prinzipiell unter
      erstgenanntem Respondenten
          * Bd. 3/4 begrenzt Berichtszeit auf 1800
          * Bd. 3/4 verzeichnet ausschließlich Dissertationen (auch ohne biographische Angaben)
    - Titelmaterial ist im GV-alt für 1700ff. enthalten, Register aber nicht

  JVH
Jahresverzeichnis der (deutschen) Hochschulschriften. Berlin (1937ff.: Leipzig): 1887-1990. 1.1887-103.1987.
              Erscheinungsweise: jährlich
              Konzeption: Territorialkonzeption (BRD und DDR)
              Anlage:  *1885-1912/1922-1935: Alphabet der Universitätsorte, innerhalb nach Fakultäten, dann nach Verfassern
                            *1913-1921: nach Fakultäten, innerhalb nach Orten
                            *1936-1969: alle Hochschulen in einem Ortsalphabet
                            *1970-1987: 3 Orts-Alphabete (DDR, BRD, West-Berlin), innerhalb der Orte nach 1. allgemeinem
                              Schrifttum, 2. Habilschriften, 3. Dissertationen; Verfasserregister, Stich- und Schlagwortregister
              Berichtszeit: 1885-1987
              Umfang: 15.500 Titel (1981)
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Dissertationen, Habilitationsschriften, Jahrbücher, Zeitschriften,
              Festschriften, Personal- und Vorlesungsverzeichnisse
Besonderheiten:
    - verzeichnet Hochschulschriften aller Art
    - Anlage und Ordnung wechseln mehrfach
    - an mehreren Hochschulen sind rückwärtige Ergänzungen für die Berichtszeit bis 1884 erarbeitet worden (Berlin,
      Bonn, Gießen...)
    - Kumulierungen:
        * 1885-1910 - GV-alt
        * 1911-1965 - GV-neu
        * 1966-1980 - GVH
        * 1945-1987 - Diss-CD

Außerdem natürlich die jeweiligen nationalbibliographischen Verzeichnisse:
DNB - Reihe C
DB - Reihe H
DNB - Reihe H

  GVH
Gesamtverzeichnis deutschsprachiger Hochschulschriften (GVH) 1966-1980. Hrsg. von Willy Gorzny. München: Saur 1984-1991. 40 Bde; Bd. 25-40 Register.
              Quellen: 26 Verzeichnisse aus 19 Ländern
              Konzeption: Sprachkreiskonzeption; Hochschulschriften in deutscher Sprache aus allen Ländern;
              fremdsprachige Hochschulschriften von Hochschulen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
              Anlage: Alphabet der Verfasser; permutierte Stichwortregister
              Berichtszeit: 1966-1980
              Umfang: ca. 250.000
              Schriftenklassen/Mediengattungen: alle Schriftenklassen (soweit in den Quellverzeichnissen enthalten)
Besonderheiten:
    - die Quellen wurden elektronisch erfaßt und in ein Formalalphabet geordnet
    - ausführliche Titelaufnahmen, mit Angabe von U-Nummern und Signaturen aus den Quellen
    - ausgewertete Quellen:
          * deutschsprachige Länder: JVH, DB, Reihe H, Gesamtverzeichnis österreichischer Dissertationen (GVÖD),
            Österreichische Bibliographie (ÖB), Jahresverzeichnis der schweizerischen Hochschulschriften,
            Schweizer Buch (SB)
          * englischsprachige Länder: Index to theses (GB), Comprehensive Dissertation Index (CDI), Dissertation
            Abstracts International (nur Hinweise auf Referate im DAI), ferner Verzeichnisse aus Kanada, Australien,
            Neuseeland
          * andere Länder: Niederlande, Südafrika, Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland, Belgien, Polen,
            Tschechoslowakei, Ungarn

  Diss-CD
Deutsche Nationalbibliographie. CD-ROM der Hochschulschriften Der Deutschen Bibliothek 1945-1997. Frankfurt 1998.
              Quellen: * 1945-1970: konvertierte Daten der Deutschen Bücherei Leipzig auf der Grundlage des JVH,
                              ergänzt um Frankfurter Bestände, die darin fehlen (TA an RAK angelehnt)
                            * 1971-1996: Daten des Frankfurter Bestandes (TA: RAK, ab 1981 RAK-WB); also: JVH,
                              GV-neu, GVH, DB-FJV ab 1981, DB Reihe H seit 1972, DNB Reihe H, Bibliodata
              Erscheinungsweise: gelegentlich kumulierte Neuauflagen (erste Ausgabe: 1945-1992 (1993)
              Konzeption: Territorialkonzeption, BRD und DDR
              Suchkriterien: Autor, Stichwort, Hochschulschriftenvermerk (in allen Details), Signatur, Sachgruppe,
              Bibliographiereihe, Wöchentliche Verzeichnisnummer, Erscheinungsland, Erscheinungsjahr, ab 1971
              zusätzlich: Reihe, Reihenbandnummer, Verlag, Verlagsort, ISBN/ISSN, Schlagwortkette, Einzelschlagwort
              Suchtechniken: Boolesche Operatoren, Trunkierung, Indexlisten
              Berichtszeit: 1945-1997
              Umfang: ca. 766.000 Titel (1945-1997)
              Mediengattungen: Dissertationen und Habilitationsschriften unabhängig von Erscheinungsform
              (Papier, Mikroform oder elektronischer Datenträger), ab 1971 auch Buchhandelsausgaben; nicht:
              allgemeine Hochschulschriften; deutsche Hochschulschriften des Auslandes
              Preis: ca. 840 DM
Besonderheiten:
    - es fehlen ab 1971 die nur in Leipzig vorhandenen Dissertationen und Habilitiationsschriften, sowie die geheimen
      Dissertationen u.a. aufgrund des Urheberrechts gegenüber Bleek/Mertens
    - ausgewertete Quellen werden nicht überflüssig, da
          * sie weitere Berichtszeit haben
          * sie zusätzliches Titelmaterial enthalten
          * sie besondere Suchmöglichkeiten enthalten (JVH)
          * geheime Dissertationen nur schwer zu ermitteln sind: nicht in Leipzig vorhanden, sondern nur in Promotionsakten
            nachweisbar

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11.3.3. Hochschulschriftenverzeichnisse des Auslands (Auswahl)
11.3.3.1. Österreich

Stand: August 2001

 

  GVÖD
Gesamtverzeichnis österreichischer Dissertationen. Wien. 1. 1966 (1967) - 19. 1984 (1989).
              Erscheinungsweise: jährlich
              Konzeption: Territorialkonzeption
              Anlage: nach Orten, dann nach Hochschulen und schließlich nach dem Alphabet der Verfasser;
              systematisches Stichwortregister; Autoren-, Namens- (Perrsonenschlagwort) und topographisches Register
              Berichtszeit: 1966-1984
              Umfang: ca. 1.400 (1984)
              Schriftenklassen/Mediengattungen: nur Dissertationen (auch Buchhandelsausgaben), Anspruch auf
              Vollständigkeit
Besonderheiten:
    - in der Anlage recht unübersichtlich
    - 1966-1980 kumuliert im GVH

  ÖB - Reihe B

  ÖD
Österreichische Dissertationsdatenbank.
URL:
http://starwww.uibk.ac.at/ddb/
              Quellen: Meldungen der Universitätsbibliotheken, Dekanate und Prüfungsreferate mittels elektronischer
              Formulare
              Erscheinungsweise/Update: ständig
              Zugang: Internet
              Konzeption: Territorialkonzeption
              Suchkriterien: Basic Index (Stichwörter aus Sachtitel, Abstract sowie Deskriptoren), Autor, Gutachter,
              Universität, Fakultät, Institut, Abgabejahr
              Suchtechniken: Boolesche Operatoren, Trunkierung
              Berichtszeit: 1990-
              Umfang:
              Schriftenklassen/Mediengattungen: ausschließlich Dissertationen
Besonderheit:
    - enthält englischsprachige Abstracts

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11.3.3.2.Schweiz

Stand: August 2001

 

  JVSH
Jahresverzeichnis der schweizerischen Hochschulschriften. Basel: 1.1897/98 (1898) - 94. 1991 (1994).
              Quellen: freiwillige Ablieferungen an die SLB Bern
              Erscheinungsweise: jährlich
              Konzeption: Territorialkonzeption
              Anlage: alphabetisch nach Hochschulorten, innerhalb nach Hochschulen, dann jeweils getrennt
              nach "Reden und Berichte", "Habilitationsschriften und Vorlesungen" sowie "Dissertationen"; Dissertationen
              nach Fakultäten und schließlich nach dem Alphabet der Verfasser; Verfasserregister, bis 1973 auch
              Titel- und Schlagwortregister
              Berichtszeit: 1897-1991
              Umfang: 1750 Titel (1982)
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Habilitationsschriften, Dissertationen, Reden, Jahresberichte;
              keine reinen Verwaltungsschriften
              Kumulierungen:
              - 1897-1910 GV-alt (vollständig bis auf nicht-deutschsprachige Titel aus Genf, Lausanne und Neuchatel)
              - 1911-1965 GV-neu (Titel aus Genf, Lausanne und Neuchatel grundsätzlich nicht)
              - 1966-1980 GVH (vollständig)
              - 1948-1980 SBV (5-Jahreskumulation des Schweizer Buches)
Besonderheiten:
    - zur Gänze ersetzt aber wird das JVSH durch die elektronisch zugänglichen Kataloge der SLB Bern Helveticat
      (enthält Titelmaterial des JVSH), URL: http://www.snl.ch

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11.3.3.3. Frankreich

Stand: August 2001

 

  Cat. des thèses
Catalogue des thèses de doctorat, soutenues devant les universités françaises. Paris: 1.1885-75.1958, N.S. 1959-1985.
              Quellen: Pflichtablieferungen an die Bibliothèque Nationale
              Erscheinungsweise: jährlich
              Konzeption: Territorialkonzeption
              Anlage: * 1914-1971 Ordnungsfolge Fakultät - Universität - Verfasser
                            * 1972-1978 nach Sachgruppen entsprechend dem Klassifikationsschema der Bibliographie
                            de la France (UDK)
                            * seit 1957 Autorenregister, seit 1973 Sachregister
              Berichtszeit: 1884-1978
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Dissertationen
Besonderheiten:
    - kumuliert in den Katalogen der BN
    - letzter Jahrgang erschien 1985 mit Berichtszeit 1978
    - zum nachfolgenden "Inventaire des thèses" besteht eine Berichtslücke von 1979-1980, die in der Printausgabe
      nicht mehr geschlossen wurde, in der CD-ROM jedoch wohl

  Inventaire des thèses
Inventaire des thèses de doctorat soutenues devant les universités françaises. Paris: 1981-.
              Erscheinungsweise: jährlich
              Konzeption: Territorialkonzeption
              Anlage: Ordnungsfolge Sachgruppe - Universität - Verfasser; Verfasserregister für jeden Teilband
              Berichtszeit: 1981-
              Umfang: 16.000 Titel (1981)
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Dissertationen
Besonderheiten:
    - erschien zeitweise in 3 Teilen, ab 1993 in 2 Teilen:
          * Droit, sciences économiques, sciences de gestion, lettres, sciences humaines, théologies (Erscheinen eingestellt
            mit Berichtsjahr 1992)
          * Médecine, pharmacie, Chirurgie dentaire, odontologie, médecine vétérinaire
          * Sciences

  DocThèses
DocThèses. Le catalogue des thèses soutenues dans les universités françaises. Paris: 1995-.
              Erscheinungsweise: halbjährlich
              Konzeption: Territorialkonzeption (alle Universitäten, alle Fachrichtungen)
              Suchkriterien: Verfasser, Stichwort (Titel und Abstract in französischer und englischer Sprache),
              Schlagwort, Fächergruppe, Erscheinungsjahr, Hochschule, Betreuer
              Suchtechniken: Boolesche Operatoren, Abstandsoperatoren, Trunkierung
              Berichtszeit: 1972-
              Umfang: 320.000
              Mediengattungen: ausschließlich Dissertationen
Besonderheiten:
    - Fortsetzung von "CD-thèses. Catalogue des thèses soutenues en France depuis 1972." Paris 1992 (1993)
    - schließt auch die Berichtslücke zwischen Cat. des thèses und Inventaire des thèses (1979-1980)
    - ersetzt die eingestellten und die noch in Printform erscheinenden Teile des Inventaire
    - Titel verfügen zumeist über englischen Übersetzungstitel und oft auch über englisches Abstract

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11.3.3.4. Großbritannien

Stand: August 2001

 

  RITGBI
Retrospective index to theses of Great Britain and Ireland. 1716-1950. Ed.: R. R. Bilboul. 5 Bde. Santa Barbara, Calif. 1975-1977.
              Erscheinungsweise: abgeschlossenes Grundwerk
              Konzeption: Territorialkonzeption (Großbritannien und Irland)
              Anlage: in 5 Bänden:
                            1. Social Sciences and humanities
                            2. Applied sciences and technology
                            3. Life Sciences
                            4. Physical sciences
                            5. Chemical sciences
              im Hauptteil je Band nach dem Alphabet englischer Schlagwörter mit Autorenregister
              Berichtszeit: 1716-1950
              Umfang: ca. 30.000
              Schriftenklassen/Mediengattungen: nur Dissertationen
Besonderheiten:
    - keine Erschließung nach Hochschulen

  Index to theses
Index to theses accepted for higher degrees by the universities of Great Britain and Ireland and the Council for National Academic Awards. London: 1950-.
              Erscheinungsweise: 1950-1974 jährlich; 1975-1985 halbjährlich; seit 1985 vierteljährlich
              Konzeption: Territorialkonzeption
              Anlage: systematisch mit Stichwort-, Schlagwort- und Verfasserregister
              Berichtszeit: 1950-
              Umfang: seit 1995 ca. 15.000 Titel jährlich
              Schriftenklassen/Mediengattungen: nur Dissertationen
Besonderheiten:
    - seit 1986 auch Abstracts in der Printausgabe, die auch im Stichwortregister teilweise erschlossen sind
    - keine Erschließung nach Hochschulen
    - erschien als CD-ROM, mittlerweile eingestellt
    - elektronische Version (kostenpflichtig im Internet unter http://www.theses.com/) enthält die Jahrgänge 1970ff.
      der Printausgabe des "Index to theses"

  BNBRL
British National Bibliography for Report Literature. Boston Spa 1981-.
              Quellen: Bestand der BL (Pflichtexemplare)
              Erscheinungsweise: monatlich (gedruckt)
              Konzeption: Territorialkonzeption (GB, IRL)
              Anlage: systematische Anlage (DDC) mit Verfasser-, Stichwort-, Reportnummernregister
              Berichtszeit: 1981-
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Reports, technische Publikationen, Dissertationen (auch
              ausländische in englischer Übersetzung)
Besonderheiten:
    - 1981-1997 u.d.T.: British reports, translations and theses. BRTT
    - laut Selbstdarstellung: "the national bibliography for grey literature"

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11.3.3.5. USA

Stand: Juni 2003

 

  CDI
Comprehensive Dissertation Index 1861-1972. Vol. 1-37. Ann Arbor, Mich.: 1973.
              Erscheinungsweise: abgeschlossenes Grundwerk
              Konzeption: Territorialkonzeption (USA und Kanada)
              Anlage: sachlich nach 40 Sachgruppen, innerhalb nach Stichwörtern; Bd. 33-37 Verfasserregister
              Berichtszeit: 1861-1972
              Umfang: 417.000 Titel
              Schriftenklassen/Mediengattungen: nur Dissertationen

  CDI-Supplement
Comprehensive Dissertation Index. Ann Arbor, Mich.: 1973-.
              Erscheinungsweise: jährlich mit Mehrjahreskumulationen
              Konzeption: Territorialkonzeption (USA und Kanada)
              Anlage: sachlich nach 40 Sachgruppen, innerhalb nach Stichwörtern; Verfasserregister
              Berichtszeit: 1973-
              Umfang: 350.000 Titel (1973-1982)
              Schriftenklassen/Mediengattungen: nur Dissertationen
Besonderheiten:
    - Mehrjahreskumulationen:
          * Supplement Bd. 1-38. 1973-1982 (1984)
          * Supplement Bd. 1-22. 1983-1987 (1989)
          * seit 1988 ggw. nur Jahresausgaben
    - auf Titel, zu denen im DAI ein Abstract existiert, wird verwiesen (Angabe des DAI Jahrganges, Heftes, Sektion
      und Seitenzahl)
    - die Jahresbände erscheinen in 5 Bänden:
          * 1-2: Naturwissenschaften
          * 3-4: Geistes- und Sozialwissenschaften
          * 5: Verfasserregister (Totok, S. 238)

  DAI
Dissertation abstracts international. Ann Arbor, Mich.: 1938-.
              Quellen: Meldung und Ablieferung der vertraglich verpflichteten Hochschulen
              Erscheinungsweise: monatlich
              Konzeption: USA und Kanada weitgehend vollständig; europäisches Ausland in Auswahl
              Anlage: seit 1966/67 in zwei Sektionen:
                            A Humanities and social sciences
                            B Sciences and Engineering
                            seit 1976/77 Sektion C: European abstracts; systematisch im Hauptteil mit Verfasser- und
                            Stichwortregister; Register kumulieren jährlich
              Berichtszeit: 1938-
              Umfang: 32.600 Titel (1983/84)
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Dissertationen und in Auswahl Magisterarbeiten
Besonderheiten:
    - keine Erschließung nach Hochschulen
    - verfügt über ausführliche Abstracts, die die Kaufentscheidung erleichtern (stimulieren) sollen
    - europäische Dissertationen machen nur einen verschwindend geringen Anteil aus

  DAO
Dissertation abstracts on disc. 4 CD-ROMs (1999).
              Quellen: CDI, DAI, ADD
              Erscheinungsweise: monatlich
              Konzeption: Bibliographie mit Abstracts; USA und Kanada weitgehend vollständig; europäisches
              Ausland in Auswahl
              Suchkriterien: Autor, Titel, Stichwort, Schlagwort usw.
              Berichtszeit: 1861-
              Umfang: 1,5 Millionen Titel (10´2000)
              Mediengattungen: Dissertationen und in Auswahl Magisterarbeiten
Besonderheiten:
    - Abstracts zu Dissertationen ab 1980 und zu Magisterarbeiten ab 1988
    - jährlicher Zuwachs 182.000 Datensätze
    - Dissertationen von über 1.000 Hochschulen
    - Volltexte von 1 Mio. Titeln (2000) in Printform, als Mikrofilm oder (ab EJ) 1997 digital lieferbar

  DA database
Dissertation abstracts database.
URL:
http://wwwlib.umi.com/dissertations/
              Quellen: CDI, DAI, ADD
              Update: monatlich
              Konzeption: Bibliographie mit Abstracts; USA und Kanada weitgehend vollständig; europäisches
              Ausland in Auswahl
              Suchkriterien: Autor, Titel, Stichwort, Schlagwort usw.
              Berichtszeit: 1861-
              Umfang: 1,6 Millionen Titel (1998)
              Mediengattungen: Dissertationen und in Auswahl Magisterarbeiten
Besonderheiten:
    - abstracts zu Dissertationen ab 1980 und zu Magisterarbeiten ab 1988 (Umfang: Dissertationen ca. 350 Wörter, Magisterarbeiten ca. 150 Wörter)
    - Dissertationen von über 1.000 Hochschulen
    - Zugang z.B. über OCLC
    - kostenpflichtig via Subskription; in den Daten der jeweils letzten 3 Monate kann kostenlos recherchiert werden
      (Verkaufsstimulation!): http://www.umi.com/
    - jährlicher Zuwachs: ca. 59.000 Titel (2002: 47.000 Dissertationen, 12.000 Magisterarbeiten)

  ADD
American doctoral dissertations. Compiled for the Association of Research Libraries. Ed. UMI. Ann Arbor, Mich.: 1957-.
              Quellen:
              Erscheinungsweise: jährlich
              Konzeption: Territorialkonzeption (USA und Kanada)
              Anlage: sachlich (weite Schlagwörter, darunter nach Universitäten, dann nach Verfassern); Verfasserregister
              Berichtszeit: 1955-
              Umfang: 41.565 Dissertationen von über 750 Hochschulen (1995/96)
              Schriftenklassen: Dissertationen
Besonderheiten:
    - setzt den von Wilson 1934-1955 herausgegebenen Titel "Doctoral dissertations accepted by American universities"
      fort (identische Anlage)
    - 1955/56-1962/63 unter dem Titel "Index to American doctoral dissertations"
    - rechnet nach akademischen Jahren
    - fungierte anfangs als Register zu den entsprechenden Bänden der Dissertation abstracts, jetzt nicht mehr
      vollkommen deckungsgleich

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11.4. Kongreßschriftenverzeichnisse
11.4.1. Allgemeines

Stand: August 2001

 

Literatur:
    - Allischewski, S. 262-270
    - Totok-Weitzel, S. 344ff.
    - Freytag, Jürgen: Kongreßberichte als bibliothekarische Sammelobjekte. In: ZfB, 90, 1976, S. 272-273
    - Adametz, Kerstin: Einige Aspekte zur Konferenzliteratur. In: ZfB, 103, 1990, S. 261-264

Definition "Kongreß"
    - "Zusammenkünfte von Personen zum Zweck des Meinungsaustausches und der Information" (Allischewski,
      S. 262)

    - die Treffen sind zeitlich begrenzt und können z.B. neben wissenschaftlichen auch politischen, wirtschaftlichen
      oder religiösen Zwecken dienen
    - es werden synonyme Termini wie "Tagung", "Konferenz", "Tag", "Symposium", "Workshop", "Kolloquium",
      "Gespräch", "Gesprächskreis" usw. verwendet
    - Kongresse, insbesondere wissenschaftliche Kongresse, dienen dem Diskurs, dem Informationsaustausch
    - Wissenschaftler erhalten hier die Möglichkeit, vor einem interessierten Kollegenkreis über neueste
      Forschungsergebnisse zu berichten und diese zur Diskussion zu stellen
    - nicht selten werden bahnbrechende wissenschaftliche Erkenntnisse so erstmals auf einem wissenschaftlichen
      Kongreß bekannt
    - Koreferate, Fragen und Diskussionen ermöglichen ein Feedback zwischen Referent und Auditorium
    - für die wissenschaftliche Kommunikation sind Kongresse durch ihre Unmittelbarkeit unverzichtbar
    - dies wird nicht zuletzt dadurch unterstrichen, daß sie Gelegenheit zum informellen Diskurs bieten
    - Häufigkeit und Bedeutung von Kongressen haben in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen, Allischewski
      schätzt, daß es Mitte der 80er Jahre jährlich weltweit ungefähr 10.000 wissenschaftliche Kongresse
      gab (S. 262)
    - zu 75 % der Kongresse wurden anschließend Konferenzberichte publiziert, von einer deutlichen Erhöhung
      dieser Zahlen in den letzten Jahren kann ausgegangen werden
    - es gibt Mutmaßungen darüber, daß die weltweite Vernetzung mit der Möglichkeit zu Videokonferenzen das
      Konferenzgeschehen radikal verändern wird
    - gegenwärtig deutet jedoch nichts darauf hin, daß virtuelle Konferenzen an die Stelle realer Konferenzen treten
      könnten; persönlicher Kontakt, informeller Austausch und Inspiration aufgrund eines nicht medial vermittelten
      Kommunikationsprozesses scheinen unersetzlich zu sein
    - das Beispiel INETBIB zeigt, daß elektronische Diskussionsforen Veranlasser realer Kongresse sein können

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11.4.1.1. Kongresse als Anlaß von Kongreßschriften

Stand: August 2001

 

Kongresse als Anlaß von Kongreßschriften
(vgl. Adametz 1990, S. 262-263)

Zu unterscheiden ist zwischen Materialien, die
a) vor
b) während
c) nach
einer Konferenz erscheinen.

a) vor einer Konferenz erschienene Materialien (Preprints)
    * z.B. Veranstaltungsankündigungen
    * Einladungen
    * Aufrufe, relevante Materialien (eigene Beiträge) einzusenden (call for papers)
    * Programme
    * Antragszusammenstellungen
    * Beratungsunterlagen
    * Abstracts
    - solche Materialien richten sich vor allem an potentielle Konferenzteilnehmer
   - wissenschaftlicher Wert, Nachfrage und Bibliotheksrelevanz solcher Publikationen sind zumeist gering
   - Immer häufiger aber ist zu beobachten, daß vor einer Konferenz bereits Thesenpapiere, Abstracts und/oder
     Manuskripte zentraler Vorträge versendet werden, um die Diskussionsbasis zu verbreitern bzw. für die Teilnahme
     an der Tagung zu werben (kann freilich auch umgekehrten Effekt haben)
   - besonders Dokumentationsstellen und wissenschaftliche Spezialbibliotheken werden prüfen müssen, inwieweit
     solche Schriften für sie wichtig und bestandswürdig sind

b) während einer Konferenz erschienene Materialien
    * z.B. Eröffnungs- und Schlußreden
    * Teilnehmerverzeichnisse
    * Tagungsjournale
    * Resolutionstexte
    * Kurzfassungen (Abstracts)
    * Langfassungen von Papers
    - solche Materialien sind in der Regel durch ihre geringe Auflage nur denjenigen zugänglich, die unmittelbar an
      der Konferenz teilgenommen haben
    - Beschaffung für Außenstehende ist schwierig
    - der Informationsgehalt dieser Dokumente ist in der Regel geringer, als der solcher Materialien, die nach einer
       Konferenz erscheinen
    - gibt es Tagungsbände, so kann auf die Sammlung und Bereitstellung des während einer Konferenz erschienenen
      Materials verzichtet werden
    - Probleme entstehen, wenn während einer Konferenz zwar Abstracts, Summaries oder Papers verteilt werden,
      es zu dieser Konferenz aber hinterher keinen Berichtsband gibt
          * während eines Kongresses an die Teilnehmer ausgegebenes Material gilt zwar als veröffentlicht, da es einem
            größeren Teilnehmerkreis öffentlich zur Kenntnis gebracht wurde, jedoch nicht als erschienen, weil es noch
            nicht in eine bestimmte Form gebracht wurde
          * da es aber keine weitere Publikation gibt, besteht eine Nachfrage nach solchen Materialien
          * Nachweis, Erfassung und Beschaffung nicht erschienener Konferenzmaterialien ist problematisch
          * einige Inhaltsbibliographien für Konferenzliteratur nehmen auch nicht erschienene Kongreßmaterialien auf
          * Bezugsquellen könnten z.B. der Veranstalter sein oder eine zentrale Institution des Fachgebietes, die den
            Vertrieb als Serviceleistung übernommen hat

c) nach einem Kongreß erscheinende Materialien
    - sind die wichtigsten Kongreßschriften
    - Tagungsbände oder -berichte (engl. conference proceedings, transactions...), Sitzungsberichte enthalten die
      Tagungsbeiträge oft sogar in einer aufbereiteten, d.h. aktualisierten und überarbeiteten Fassung
    - zusätzlich können auch wichtige Redebeiträge aus der anschließenden Diskussion berücksichtigt sein, ferner
      Abschlußberichte, Resolutionen und Berichtigungen zu Materialien, die vor oder während der Konferenz
      verteilt wurden
    - diese nach dem Kongreß publizierten Veröffentlichungen sind unter Berücksichtigung des jeweiligen spezifischen
      Sammelauftrages bibliotheksrelevant, da sie sowohl einen hohen Informationsgehalt haben, als auch häufig
      nachgefragt werden (Adametz, S. 262)

Wenn es im folgenden um Verzeichnisse von Kongreßschriften geht, so ist festzustellen, daß diese wegen der besonderen Bedeutung vor allem oder ausschließlich jene Materialien berücksichtigen, die nach einem Kongreß publiziert werden (ähnlich wie Hochschulschriftenverzeichnisse sich häufig allein auf Dissertationen beschränken).

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11.4.1.2. Verhältnis von Kongreß zu Kongreßschrift

Stand: August 2001

 

Verhältnis von Kongreß zu Kongreßschrift
    - der Kongreß ist der Anlaß für die Veröffentlichung der Kongreßschrift (Allischewski, S. 263)
    - die Ermittlung und Beschaffung von Kongreßschriften ist nicht zuletzt deshalb des öfteren schwierig, weil
      Benutzer die analogen Merkmale von Kongreß und Veröffentlichung bei ihren Bestellwünschen durcheinander
      bringen
    - nach Allischewski (S. 263) gilt folgende Analogie:

Anlaß: Kongreß Veröffentlichung: Kongreßschrift
Name der veranstaltenden Korporation Name der herausgebenden Korporation
Kongreßname Sachtitel
Kongreßort Erscheinungsort
Tagungsjahr Erscheinungsjahr

    - "Die analogen Merkmale von Anlaß und Veröffentlichung können übereinstimmen, müssen es aber nicht: der
      Veranstalter kann zugleich der Herausgeber sein, der Kongreßname kann zugleich der Sachtitel sein; selten
      dagegen ist der Kongreßort der Erscheinungsort, und das Erscheinungsjahr kann (...) oft (...) wesentlich später
      als das Tagungsjahr liegen." (Allischewski, S. 263)

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11.4.1.3. Erscheinungsweise und Erscheinungsformen von Kongreßschriften

Stand: August 2001

 

Erscheinungsweise und Erscheinungsformen von Kongreßschriften
    - sind vielfältig
    - Allgemeinbibliographien sind daher nur begrenzt dazu in der Lage, Kongreßschriften adäquat zu erfassen
    - um einen solideren aber beileibe nicht vollständigen Nachweis der Kongreßschriften zu gewährleisten, bedarf
      es eigener Verzeichnisse für diese Schriftengattung
    - a) Erscheinungsweise
          * Kongreßschriften können einmalig oder aber periodisch erscheinen, z.B. als Tagungsbände zu einem jährlich
            wiederkehrenden Kongreß (Bibliothekartag...)
          * Problem: wenn die Periodizität eines Kongresses nicht von Anfang an geplant ist
                - eine erfolgreiche Veranstaltung wird wiederholt und vielleicht erst beim 3. oder 4. Mal als 3. bzw. 4.
                  Kongreß gezählt
                - für die ersten Veranstaltungen muß dann eine fingierte Zählung nachgeholt werden
                - gezählt werden können die Tagungsjahre, häufiger jedoch werden die Tagungen selbst gezählt
                - bei größerem Berichtsverzug ist es auch möglich, daß zu mehreren Tagungen ein Tagungsband erscheint
    - b) Erscheinungsformen
          * Kongreßschriften können bibliographisch selbständig oder unselbständig erscheinen, z.B. als Beiträge in
            Zeitschriften
          * die Erscheinungsform kann im Laufe der Zeit mehrfach wechseln
          * längst nicht alle Kongreßschriften werden über den Vertriebsweg Buchhandel verbreitet
          * Erscheinungsformen von Konferenzmaterialien:
                Buchhändlerische Literatur:
                  1. Monographie
                  2. Periodikum
                        - Zeitschrift
                        - Sonderheft einer Zeitschrift
                        - Nebenreihe einer Zeitschrift
                        - Aufsatz bzw. Folge von Aufsätzen in einer Zeitschrift
                  3. Serie
                Nichtbuchhändlerische Literatur:
                  4. Amtsdrucksache
                  5. sonstige Graue Literatur mit unterschiedlichen Vertriebswegen
      * hier wird noch einmal deutlich, daß andere Bibliographien Konferenzmaterialien immer nur unvollständig
        erfassen können
      * in der ZDB hat man z.B. vor allem Chancen Kongreßschriften zu ermitteln, die als Periodika oder Serie
        erscheinen; Monographien aber natürlich nicht
      * früher wurden periodische Kongresse grundsätzlich in der ZDB verzeichnet, 1989/90 wurden die ensprechenden
        RAK-Regelungen geändert
      * periodische Kongresse mit spezifischem Sachtitel werden ab Erscheinungsjahr 1990 wie Monographien
        behandelt
      * Lücken bei der Verzeichnung sind insbesondere bei den Titeln zu erwarten, die außerhalb des Buchhandels
        erscheinen
      * außerdem müssen nicht unbedingt alle schriftlichen Fassungen zu den auf einer Konferenz gehaltenen
        Vorträgen in einem Tagungsband erscheinen und damit in der gleichen Publikationsform vorliegen
      * nicht selten ist der Fall, daß ein Redner es bis zum Abgabetermin nicht geschafft hat, ein druckreifes
        Manuskript rechtzeitig bei den Herausgebern des Tagungsbandes abzuliefern
      * der Tagungsband kann auch nur eine Auswahl von Vorträgen umfassen, andere Vorträge werden dann
        unselbständig als Zeitschriftenaufsätze vorab publiziert
            - für einen Druck in einer Zeitschrift spricht z.B. die raschere Veröffentlichung
            - unter Umständen wird der Text dadurch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt
            - möglicherweise ist auch der Umfang des Tagungsbandes begrenzt, so daß manche Referenten darauf
              angewiesen sind, sich andere Publikationsorte zu verschaffen
      * zusätzliche Probleme entstehen bei internationalen Kongressen
            - die Tagungsorte der Zusammenkünfte wechseln häufig (weltweit; vgl. IFLA-Konferenzen)
            - die Erscheinungsorte der Veröffentlichungen wechseln häufig (verteilt über das nationale Schrifttum der
              ganzen Welt)
            - die Kongreßschriften tragen oft mehrsprachige Sachtitel und Kongreßnamen
            - die Kongreßschriften erscheinen oft in verschiedensprachigen Parallelausgaben in verschiedenen Ländern

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11.4.1.4. Bibliographische Beschreibung von Kongreßschriften

Stand: August 2001

 

Allischewski unterscheidet bezüglich der bibliographischen Beschreibung von Kongreßschriften zwischen einer
a) Maximallösung und
b) Minimallösung
(S. 264)

a) Maximallösung:
    - Anlaß und Veröffentlichung werden hinreichend bibliographisch beschrieben
    - nur diese Konzeption mag die bibliographischen Probleme mit dieser Schriftenklasse zu lösen
    - ist jedoch aufwendig und wird daher längst nicht von allen Bibliographen angewendet (Beispiele für
      die Anwendung sind die Bibliographien des Kongreßschrifteninhalts unter dem Punkt 11.4.2.2. und das GKS)

b) Minimallösung:
    - bei der Minimallösung führt die herausragende Bedeutung des Anlasses dazu, daß die bibliographische
      Beschreibung der Veröffentlichung (z.B. unspezifischer Sachtitel: Bericht...) vernachlässigt wird oder ganz
      unterbleibt
    - Bestätigung erhält ein solches Vorgehen auch dadurch, daß die Zitiergewohnheiten für Kongreßschriften sich
      weitgehend auf die Daten des Anlasses beschränken
    - vor allem bei periodisch wiederkehrenden internationalen Kongressen dient der Anlaß in der Regel zur
      eindeutigen Identifizierung eines Tagungsbandes (und dies sind die meistgesuchten Fälle!)

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11.4.1.5. Typologie der Kongreßschriftenbibliographien

Stand: August 2001

 

Typologie der Kongreßschriftenbibliographien
    - Kongreßschriften sind in der Regel Sammelwerke mit Einzelschriften verschiedener Autoren
    - ähnlich wie bei anderen Periodika gibt es daher Bibliographien,
          * die Kongreßschriften als Ganzes (also als Sammelwerke), und solche
          * die den Inhalt von Kongreßschriften, also die Einzelbeiträge erfassen (gelegentlich auch solche, die
            gar nicht in einer Kongreßschrift erschienen sind)
    - da die Beschaffung von Kongreßschriften oft nicht einfach ist, enthalten Verzeichnisse nicht selten auch
      Nachweise besitzender Bibliotheken
    - neben Bibliographien gibt es also auch Kongreßschriftenkataloge (Beispiel GKS)
    - die Verzeichnung von Kongreßschriften kann zudem wie bei anderen Schriftenklassen auch fortlaufend
      oder retrospektiv erfolgen
    - da die Aktualität bei dieser Schriftenklasse wie erwähnt eine große Rolle spielt, werden gedruckte
      Kongreßschriftenverzeichnisse zunehmend von solchen auf Mikroformen oder als Online-Datenbank
      abgelöst (vgl. GKS)
    - nicht behandelt werden im folgenden:
          * Kongreßschriftenverzeichnisse, die sich auf ein Fach oder Wissensgebiet beschränken; (gehören zur
            Fachbibliographie)
          * sogenannte Kongreßkalender, also Verzeichnisse, die nur Anlässe auflisten, die Veröffentlichungen dazu
            aber nicht erwähnen (es handelt sich dabei genau genommen nicht um Bibliographien, sondern um
            Nachschlagewerke)

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11.4.1.6. Erschließung der Kongreßschriften in den Verzeichnissen

Stand: August 2001

 

Erschließung der Kongreßschriften in den Verzeichnissen
    - Verzeichnisse der Sammelwerke können im Hauptteil nach formalen oder sachlichen Gesichtspunkten geordnet
      sein
    - je nach Anlage und Umfang der Verzeichnung sind vielfältige Register sinnvoll und denkbar
          * sachliche Erschließung im Hauptteil:
                a) nach Stichwörtern (Konferenzname drückt Gegenstand häufig präzise aus), oder
                b) nach Schlägwörtern, dazu jeweils formale Register
          * formale Anordnung im Hauptteil:
                - Ordnung nach Kongreßnamen (Sachtitel der Schriften sind nicht aussagekräftig),
                - dann Zählung, Tagungsort, und -jahr
    - neben sachlichen als formale Register denkbar/notwendig:
          * herausgebende Körperschaften und Personen
          * Sachtitel, die vom Tagungsnamen abweichen
          * Tagungsort
          * Tagungsjahre
    - Inhaltsbibliographien von Kongreßschriften werden nicht umhin können, zusätzlich zu den einzelnen Titeln
      sowohl Anlaß als auch Veröffentlichung hinreichend zu berücksichtigen

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11.4.2. Kongreßschriftenverzeichnisse im einzelnen
11.4.2.1. Kataloge und Bibliographien, die Kongreßschriften als Ganzes verzeichnen

Stand: Juni 2003

 

MF  GKS
Gesamtverzeichnis der Kongreßschriften in Bibliotheken der Bundesrepublik Deutschland [Mikroform]: Schriften von und zu Kongressen, Konferenzen, Kolloquien, Symposien, Tagungen, Versammlungen und dergleichen, mit Bestandsnachweisen. Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz. Berlin: Deutsches Bibliotheksinstitut, 1.1986-12.1997.
              Quellen: Meldungen von ca. 200 deutschen Bibliotheken
              Erscheinungsweise: jährlich
              Konzeption: Gesamtkatalog
              Anlage: im Hauptteil formal A-Z (TA RAK-ähnlich), Stichwortregister
              Berichtszeit: 1959-1990 ausländische Kongresse
                                   1967-1990 internationale Kongresse
                                   1971-1990 deutsche Kongresse
              Umfang: 104.000 Kongreßschriften mit 335.000 Bestandsnachweisen
              Schriftenklassen/Mediengattungen: selbständig und unselbständig erschienene Schriften zu Kongressen,
              Konferenzen, Kolloquien, Symposien, Tagungen, Versammlungen usw., nicht: Parlamentaria,
              Sitzungsdokumente zwischenstaatlicher Organisationen (UN), Materialien von Aktionärsversammlungen
              von Firmen, isoliert veröffentlichte Einzelbeiträge von Kongreßteilnehmern
Besonderheit:
    - erschien zunächst in gedruckter Form
          * Grundwerk 1976
          * Supplement 1980
          * Anschluß-Supplement 1982

  Gregory
International congresses and conferences, 1840-1937. A union list of their publications available in libraries of the United States and Canada. Ed.: Winifred Gregory. New York: 1938.
              Quellen: Meldungen von ca. 110 Bibliotheken der USA und Kanadas
              Anlage: Hauptteil nach dem Alphabet der Kongreßnamen, Schlagwortregister
              Berichtszeit: 1830-1937
              Umfang: 9.000 Kongreßschriften zu 4.000 Kongressen
              Schriftenklassen/Mediengattungen: nur internationale Kongreßschriften, sowohl einmalige als auch
              periodische; nicht: Völkerbund

  ICP
Index to Conference proceedings (received). Hrsg.: British library Document Supply Center. Boston Spa: 1964-.
              Quellen: Bestand des BLDSC und weiterer britischer Bibliotheken
              Erscheinungsweise: monatlich, Jahres- und Mehrjahreskumulationen
              Anlage: im Hauptteil nach Stichwörtern
              Berichtszeit: 1950-
              Umfang: jährlich ca. 16.000 Titel; 1996: 360.000 Titel
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Kongreßschriften von Kongressen aller Organisationsstufen, einmalige,
              periodische, aus allen Ländern (Dominanz englischsprachiger Titel)
Besonderheiten:
    - in Printform, in Mikroform, als CD-ROM und online:
          * Papierausgabe: Grundwerk 1974, Erwerbungsjahre 1964-1973, monatlich mit Jahreskumulation
          * Mikrofiche: Kumulation der Erwerbungsjahre 1964-1988, anschließlich Jahres- und
            Mehrjahreskumulationen
          * CD-ROM: "Boston Spa Conferences" (BER 1991-1997)
          * Online: "ProceedingsFirst" oder "PapersFirst" (BER 1993-) und Conference Collection. (1800- );
            (=Bestand des Document Supply Center in Boston Spa März 1996: 360.000 Titel);
            Zugang über BLPC: http://blpc.bl.uk/
    - Grundwerk erschien in Papierform, umfaßte Erwerbungsjahre 1964-1973, Berichtszeitraum geht bis 1950 zurück

  Pip
Proceedings in print. Mattapan, Mass.: 1964-.
              Erscheinungsweise: zweimonatlich, Jahresregister
              Konzeption: bis 1966 fachliche Beschränkung auf Raumfahrt, Naturwissenschaften, Technik, Medizin,
              seit 1967 auf alle Disziplinen ausgedehnt
              Anlage: bis 1981 Zweiteilung in "current entries" (der letzten beiden Jahre) und "retrospective entries"
              (der letzten 5-8 Jahre); im Hauptteil nach Kongreßthemen, d.h. Stichwörtern zum Thema; Kreuzregister
              (Herausgeber, Stichwörter, Körperschaft, englische Schlagwörter)
              Berichtszeit: 1945- (Tagungsjahre)
              Umfang: Jahrgänge 1-20: 43.000 Titel
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Kongreßschriften von Kongressen aller Organisationsstufen, einmalige,
              periodische, aus allen Ländern; nicht: Preprints

  ProceedingsFirst
ProceedingsFirst. OCLC.
              Erscheinungsweise/Update: 14tägig
              Berichtszeit: 1993-
              Umfang: 65.000 Kongreßschriften (1997)

  InterDok
Directory of published proceedings. White Plains, N.Y.: 1.1965/66-.
              Erscheinungsweise: 10 Monatshefte (SEMT) mit Jahres- und Fünfjahreskumulationen der Register;
              vierteljährlich (SSH) mit Jahreskumulation der Register und Vierjahreskumulation des Titelmaterials
              Anlage: Hauptteil chronologisch nach Tagungsdaten (Jahr, Monat), darunter nach dem Alphabet der
              Tagungsorte; Register der Herausgeber, Tagungsorte, sowie Sachregister (Körperschaften und
              Stichwörter aus Sachtitel, Kongreßnamen)
              Berichtszeit: 1964- (Tagungsjahre)
              Umfang: 3.500 (1982/83 SEMT); 1.500 (1983 SSH)
              Schriftenklassen/Mediengattungen: Kongreßschriften von Kongressen aller Organisationsstufen, einmalige,
              periodische, aus allen Ländern; auch Preprints und selbständige Kongreßschriften
Besonderheiten:
    - 1967/68 Teilung in
          * Series SEMT: Science, engineering, medicine, technology
          * Series SSH: Social sciences, humanities
    - Berichtszeit jedes Jahrgangs erstreckt sich auf 5-8 Jahre
    - sehr genau und zuverlässig

    
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11.4.2.2. Kongreßschrifteninhaltsverzeichnisse

Stand: Juni 2003

 

  IJBK
Internationale Jahresbibliographie der Kongreßberichte. Osnabrück: Dietrich, 1987-1997.
              Erscheinungsweise: jährlich
              Anlage: * Teil A monographische Kongreßberichte im Alphabet der Schlagwörter und Aufführung
                               aller enthaltenen Beiträge im Alphabet deutscher Schlagwörter
                            * Teil B Schlagwörter aus Teil A nach 16 Fachgruppen
                            * Teil C Beiträge aus den Kongreßberichten nach deutschen Schlagwörtern
                            * Teil D Schlagwörter aus Teil C nach 16 Fachgruppen
                            * Teil E Verfasserregister
              Berichtszeit: 1984-1994
              Umfang: ca. 1.200 Kongreßberichte jährlich
              Schriftenklassen/Mediengattungen: monographische Kongreßberichte; hier nicht: Kongreßberichte
              innerhalb von Zeitschriften (sind in IBZ)
Besonderheiten:
    - auch als CD-ROM vertrieben (3.500.-), mit Berichtszeit 1984-1994 und Suchkriterien: Sachgebiete, Titel,
      Erscheinungsjahr, Autor, Erscheinungsort, Verlag, ISBN, Herausgeber
    - komplizierte Erschließung
    - erfaßt nur Bruchteil der Kongreßberichte (vermutlich mit 1.200 nur 20% von geschätzten 6.000 jährlich)
    - Printversion mit Jg. 1994 (1997) eingestellt

  IJBK-CD-ROM
Internationale Jahresbibliographie der Kongreßberichte. Osnabrück: Dietrich, ca. 1999-.
              Erscheinungsweise: jährlich
              Suchkriterien: Stichwort, Schlagwort (deutsch, englisch, italienisch), Kongresstitel, Beitragstitel,
              Autor, Sachgebiet, Erscheinungsjahr, Verlag, Sprache, Basisklassifikation
              Suchtechniken:Boolesche Operatoren, Trunkierung, Suchgeschichte
              Berichtszeit: 1995-
              Umfang: Ausgabe 1995-2000: 252.000 Einzelbeiträge aus 10.300 Kongressberichten; jährlicher Zuwachs 2.000 Kongressberichte
              Mediengattungen: monographische Kongreßberichte; hier nicht: Kongreßberichte innerhalb von
              Zeitschriften (sind in IBZ)
              Preis: 928 €
Besonderheiten:
    - erscheint seit Jg. 1994 (1997) nicht mehr in Printform
    - Zählung der CD-Variante orientiert an Buchedition: 17. Jg. 2001 (BER 1995-2000)
    - Retroausgabe 1984-1994 € 1.794.
    - auf europäische Kongresse begrenzt

  IJBK-Online
Internationale Jahresbibliographie der Kongreßberichte.
URL:
http://www.gbv.de/
              Quellen:
              Erscheinungsweise: halbjährliche Updates
              Konzeption:
              Suchkriterien: Stichwort, Gesamttitel Serie/Zeitschrift, Sachgebiet, Erscheinungsjahr, -ort, Autor, Verlag, ISSN, Basisklassifikation
              Suchtechniken:Boolesche Operatoren, Trunkierung, Suchgeschichte
              Berichtszeit: 1984-
              Umfang: 859.000 erschlossene Einzelbeiträge von mehr als 23.000 Kongreßberichten (Juni2003); jährlicher
              Zuwachs 2.000 Kongreßberichte
              Mediengattungen: monographische Kongreßberichte; hier nicht: Kongreßberichte innerhalb von
              Zeitschriften (sind in IBZ)
              Preis: 928 €
Besonderheiten:
    - erscheint seit Jg. 1994 (1997) nicht mehr in Printform
    - auf europäische Kongresse begrenzt
    - Mengengerüste der Kongressberichte:
          * 78% in englischer Sprache
          * 17% in deutscher Sprache
          * 5% in 22 weiteren Sprachen

  ISTP
Index to scientific and technical proceedings. Philadelphia: ISI, 1978-.
              Erscheinungsweise: monatlich, Jahreskumulationen
              Konzeption: Beschränkung auf Naturwissenschaften, Technik, Medizin
              Anlage: Hauptteil: Kongreßschriften mit Aufführung aller Beiträge, 6 weitere Indizes: Autorenregister,
              permutierendes Stichwortregister, Register veranstaltender Körperschaften ("sponsor index"), Register
              der Tagungsorte, Kongresse nach Fachgebieten, Register der Körperschaften, bei denen Autoren beschäftigt
              sind
              Berichtszeit: 1975- (Tagungsjahre)
              Umfang: 4.800 Kongreßberichte mit 210.000 Beiträgen pro Jahr (1997)
              Schriftenklassen/Mediengattungen: monographische und periodische Kongreßschriften aus allen
              Ländern und in allen Sprachen

  ISTP-CD-ROM
Index to scientific and technical proceedings. Philadelphia: ISI, 1994-. CD-ROM.
              Erscheinungsweise: vierteljährlich, kumuliert bis maximal 5 Jahre
              Konzeption: Beschränkung auf Naturwissenschaften, Technik, Medizin
              Suchtechniken: Boolesche Operatoren, Trunkierung
              Berichtszeit: 1994-
              Umfang: 26.000 Kongreßberichte mit 1 Million Beiträgen (1997); vierteljährlicher Zuwachs 3.500 KB
              und 47.000 Beiträge
              Mediengattungen: monographische und periodische Kongreßschriften aus allen Ländern und in allen
              Sprachen
              Host: DIMDI
Besonderheiten:
    - Online-Datenbank umfaßt alle Daten der Printausgabe seit 1978, ab 1997 auch suchbare Abstracts, wöchentliches
      Update

  ISSHP
Index to social sciences and humanities proceedings. Philadelphia: ISI, 1979-.
              Erscheinungsweise: vierteljährlich, Jahreskumulationen
              Konzeption: Beschränkung auf Geistes- und Sozialwissenschaften
              Anlage: Hauptteil: Kongreßschriften mit Aufführung aller Beiträge, 6 weitere Indizes: Autorenregister,
              permutierendes Stichwortregister, Register veranstaltender Körperschaften ("sponsor index"), Register
              der Tagungsorte, Kongresse nach Fachgebieten, Register der Körperschaften, bei denen Autoren beschäftigt
              sind
              Berichtszeit: 1975- (Tagungsjahre)
              Umfang: 3.600 Kongreßberichte mit 24.000 Beiträgen pro Jahr (1997)
              Schriftenklassen/Mediengattungen: monographische und periodische Kongreßschriften aus allen
              Ländern und Sprachen

  ISSHP-CD-ROM
Index to social sciences and humanities proceedings. Philadelphia: ISI, 1990-. CD-ROM.
              Erscheinungsweise: vierteljährlich kumulierend
              Konzeption: Beschränkung auf Geistes- und Sozialwissenschaften
              Suchtechniken: Boolesche Operatoren, Trunkierung
              Berichtszeit: 1990-
              Umfang: 24.000 Kongreßberichte mit 200.000 Beiträgen (1997); vierteljährlicher Zuwachs 1.300 KB
              mit 6.200 Beiträgen
              Mediengattungen: monographische und periodische Kongreßschriften aus allen Ländern und Sprachen
              Host: DIMDI
Besonderheiten:
    - Online-Datenbank umfaßt alle Daten der Printausgabe seit 1978, verfügt ab 1997 auch über suchbare Abstracts,
      wöchentliches Update

Zwei Datenbanken zu Kongreßschrifteninhalten sind im Aufbau und werden die gedruckten Bibliographien bzw. CD-ROM-Ausgaben später überflüssig machen:

  PapersFirst
PapersFirst. OCLC.
              Quellen: Datenbank ProceedingsFirst von OCLC mit 65.000 Kongreßschriften (1997)
              Erscheinungsweise: 14tägiges Update
              Konzeption: international, fachlich universell
              Berichtszeit: 1993
              Umfang: 2,1 Millionen Beiträge zu Kongreßschriften (1997)

  inside conferences
Inside conferences. BLDSC. CD-ROM und online.
              Quellen: Datenbank "Index of Conference Proceedings" von BLDSC mit 360.000 Beiträgen (1996)
              Erscheinungsweise: vierteljährlich mit Jahreskumulationen
              Konzeption: international, fachlich universell
              Berichtszeit: 1994-
              Umfang: 70.000 Konferenzberichte (1997); jährlicher Zuwachs 16.000 KB und 500.000 Beiträge

  DB-VAD
Deutsche Bibliographie. Verzeichnis Amtlicher Druckschriften. Frankfurt/Main: 1957-1985.
              Quellen: DB-Reihe A und Reihe B sowie dort fehlende Nachträge
              Erscheinungsweise: zweijährlich, mit Ausnahme einer Vierjahresausgabe 1977-1980
              Konzeption: Territorialkonzeption (BRD und West-Berlin)
              Anlage: Untergliederung im Hauptteil in vier Gruppen: Bund, Länder, Kommunen, Kirchen; innerhalb
              nach dem Alphabet der amtlichen Stellen, dann nach Titelalphabet; Erschließung durch je ein
              Behördenregister, ein Ortsregister und ein kombiniertes Verfasser-, Titel- und Stichwortregister
              Berichtszeit: 1957-1982
              Umfang:
              Schriftenklassen/Mediengattungen: 1957-1976: Monographien, Serien, Serienstücke, Zeitschriften
              (maximal), Karten; 1977-1982: Zeitschriften nur noch mininmal, keine Karten und Ausstellungskataloge
              mehr
Besonderheiten:
    - Veröffentlichungen der Behörden, Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts sowie
      der wichtigsten halbamtlichen Stellen in der BRD und West-Berlin bis 1982
    - ausgenommen sind Schriften von Akademien, Universitäten, Hochschulen, und Schulen, ferner halboffizielle
      Publikationen der unteren Verwaltungsebene von Bund und Ländern, Veröffentlichungen von Gemeinden mit
      weniger als 100.000 Einwohnern, sowie (ab 1977) Ausstellungskataloge und Karten
    - VAD wurde eingestellt, statt dessen werden die in den Reihen A und B angezeigten Amtsdruckschriften mit
      einem voranstehenden Paragraphenzeichen gekennzeichnet

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11.5. Übersetzungsbibliographien
11.5.1. Allgemeines

Stand: August 2001

 

Typen von Übersetzungsbibliographien:
    - Übersetzungsbibliographie als internationale Allgemeinbibliographie
          * Übersetzungen zwischen vielen oder allen Sprachen
    - Übersetzungsbibliographie in nationalbibliographischer Konzeption
          * Übersetzungen aus einer Sprache in alle anderen
      = Nachweis der internationalen Bedeutung der nationalen Buchproduktion
    - Verzeichnung der Übersetzungen von einer Sprache in eine bestimmte andere Sprache (Minimalkonzeption)

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11.5.2. Internationale Übersetzungsbibliographien

Stand: Juni 2003

 

  Index translationum
Index translationum. Répertoire international des traductions. Hrsg. UNESCO. Paris. Nr. 1-31.1940. NS 1. 1948-39. 1986 (1992) (Printausgabe).
              Quellen: Datenlieferung der jeweiligen nationalbibliographischen Zentren
              Erscheinungsweise: jährlich
              Konzeption: Übersetzungen aus allen Sprachen in alle Sprachen, von Schriften aus allen Fachgebieten
              Anlage: Alphabet der französischen Staatennamen, dann nach 10 UDC-Oberklassen; Übersetzerregister
              erst ab 1979
              Berichtszeit: 1932-1940, 1948-1986
              Umfang: 1,3 Mio Titel (2002)
Besonderheiten:
    - Berichtslücke 1940-1947
    - noch nicht alle Staaten beteiligen sich an dem Projekt
    - seit Ende 2002 kostenloser Zugang über das Web: http://www.unesco.org/culture/xtrans/

  Index translationum (CD-ROM)
Index translationum. Répertoire international des traductions. Hrsg. UNESCO. Paris 1994- (5.1998).
              Quellen: Datenlieferung der jeweiligen nationalbibliographischen Zentren
              Erscheinungsweise: jährlich (geplant)
              Konzeption: Übersetzungen aus allen Sprachen in alle Sprachen, von Schriften aus allen Fachgebieten
              Suchkriterien: Verfasser, Herausgeber, Übersetzer, Erscheinungsland, Erscheinungsjahr, Sprache
              der Übersetzung und des Originals, Verlag, Hauptklassen der DK, Sachtitel und Stichwort aus Original
              und Übersetzung
              Suchtechniken: Boolesche Operatoren, Kontextoperatoren, Indexrecherche
              Berichtszeit: 1979-(1998)
              Umfang: mehr als 1 Mio. Titel
Besonderheiten:
    - ersetzt die gedruckten Bände 1979-1986
    - ca. 100 Länder beteiligen sich
    - Schwerpunkt liegt auf Belletristik
    - über Host ECHO ist Quelldatenbank erreichbar (vierteljährliche Aktualisierung)

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11.5.3. Nationale Übersetzungsbibliographien

Stand: August 2001

 

  Bibliographie der Übersetzungen deutschsprachiger Werke
Bibliographie der Übersetzungen deutschsprachiger Werke. Verzeichnis der seit 1951 erschienenen und in der Deutschen Bücherei vorhandenen Schriften. Leipzig 1.1954-37.1990.
              Quellen: Zugänge der Deutschen Bücherei
              Erscheinungsweise: vierteljährlich mit Jahresregister
              Konzeption: Übersetzungen deutschsprachiger Werke in alle anderen Sprachen
              Anlage: formal nach Sprachen, dann nach 5 Sachgruppen; Verfasser- und Verlagsregister
              Berichtszeit: 1951-1990
Besonderheiten:
    - soll deutschen Verlagen zeigen, welche Verlage im Ausland deutsche Übersetzungen herausbringen
    - soll Verlage und Übersetzer im Ausland darüber informieren, welche deutschsprachigen Werke bereits in
      welchen Sprachen erschienen sind

  GVÜ
Gesamtverzeichnis der Übersetzungen deutschsprachiger Werke: (GVÜ). bearb. von Willy Gorzny. 12 Bde. München: 1992-1995.
              Quellen: Bibliographie der Übersetzungen deutschsprachiger Werke Jg. 1-37
              Konzeption: Übersetzungen deutschsprachiger Werke in alle anderen Sprachen
              Anlage: formal nach Verfassern und ggf. Sachtiteln, innerhalb der Autoren nach dem Alphabet des
              deutschsprachigen Originaltitels und der Übersetzungssprache, Sprachenregister, Namenregister
              Berichtszeit: 1951-1990
              Umfang: 80.000 Titel
Besonderheiten:
    - Umfang der insgesamt erfaßten Übersetzungen wird auf weniger als ein Drittel geschätzt (Bsp. Hölderlin)
    - besonders intensiv verzeichnet: Klassiker des Marxismus-Leninismus
    - Sprachenregister (Bd. 10):
          * Alphabet der 93 Zielsprachen (Abchasisch bis Zulu)
          * innerhalb zunächst Sachtitel, dann Verfasserwerke
          * Kurztitelangabe: Verfasser, gekürzter Sachtitel, Erscheinungsjahr
    - Namensregister (Bd. 11-12):
          * umfaßt alle in der Titelaufnahme genannten Personen (Übersetzer, 2. und 3. Verfasser, Herausgeber,
            Bearbeiter, Illustrator, Vorwortschreiber usw.)

DNB - Reihe G

ÖB - Reihe C

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Letzte Änderung: 26.06.2003