logoteil links
logoteil rechts
 
 
blank
ZBIW
  Zentrum für Bibliotheks- und Informationswissenschaftliche Weiterbildung
 
 
Geschichte
 

Geschichte

Bibliothekarische Fortbildung – die "Fortbildung der Beschäftigten der Hochschulbibliotheken und bibliothekarischen Zentraleinrichtungen“ wechselt nach über 10 Jahren vom hbz zur Fachhochschule Köln

Der Bereich "Fortbildung und Qualifizierung“ des Hochschulbibliothekszentrums NRW (hbz) wurde zum 1. Januar 2007 in die Fakultät für Informations- und Kommunikationswissenschaften der Fachhochschule Köln als Zentrum für bibliotheks- und informationswissenschaftliche Weiterbildung – ZBIW integriert.

Historie
Dass umfangreiche und tiefgreifende Veränderungen auch das bibliothekarische Umfeld erfassen und geänderte Anforderungen vor allem im Hinblick auf Dienstleistungen, Sammelaufgabe und Management mit sich bringen würden, erkannte man in Nordrhein-Westfalen bereits sehr früh. Bereits das Bibliothekarlehrinstitut (BLI) – eine der Vorläufereinrichtungen des heutigen Instituts für Informationswissenschaft in der Fakultät für Informations- und Kommunikationswissenschaften der Fachhochschule Köln sah Fortbildung als eine seiner zentralen Aufgaben an. So heißt es im BLI-Jahresbericht von 1979: "Zu den Aufgaben des BLI gehört die Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen für Bibliothekare sowohl an wissenschaftlichen als auch an Öffentlichen Bibliotheken. Dabei arbeitet das BLI u. a. zusammen mit dem Verband der Bibliotheken des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Arbeitskreis für Information (AKI) Köln.“ 1979 wurden 10 Fortbildungsveranstaltungen angeboten und von immerhin 410 Teilnehmern besucht. Nach Gründung der Fachhochschule für Bibliotheks- und Dokumentationswesen (FHBD) im Jahr 1981 setzte diese die Fortbildungstätigkeit zunächst fort. Dabei wurde jedoch übersehen, dass Fortbildung für Hochschulen nach dem damaligen Hochschulgesetz nicht vorgesehen war. So trat die FHBD nach Beanstandung durch den Landesrechnungshof ab Ende 1990 nicht mehr als Träger von Fortbildungsveranstaltungen auf. Bis dahin war der Bereich der Fortbildung an der FHBD sehr erfolgreich (1989 rund 45 Veranstaltungen mit rund 950 Teilnehmern). Um dem speziellen Fortbildungsbedarf der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Hochschulbibliotheken und bibliothekarischen Zentraleinrichtungen aber Rechnung zu tragen, schuf man wenige Jahre später eine neue zentrale und hauptamtliche Zuständigkeit. Im April 1995 wurde dem Hochschulbibliothekszentrum (hbz) vom damaligen Ministerium für Wissenschaft und Forschung der Bereich der bibliothekarischen Fortbildung übertragen. Bereits im Oktober 1995 fand die erste hbz-Fortbildungsveranstaltung statt.

Inhalte
Für unterschiedliche Zielgruppen in Bibliotheken werden seitdem in halbjährlich wechselnden Programmen Seminare und Workshops zu bibliothekarischen und DV-Fachaufgaben, Informationsvermittlung, Bibliotheksorganisation und -management sowie auch zu Führung, Verhalten und Kommunikation angeboten. Der fortschreitende organisatorische und technische Wandel an fast allen Arbeitsplätzen erfordert von den Beschäftigten, dass sie schnell und möglichst selbstständig neue Aufgaben erledigen können - Kommunikation und Kooperation sind hierbei unverzichtbar. Die hbz-Fortbildung bietet seit 1999 mit dem Kurssegment "Erfahrungsaustausch zu Sach- und Fachthemen“ bewusst ein Forum, das Wissen und Erfahrung zusammen bringt und den Aufbau von Netzwerken unterstützt. Neben Angeboten zur klassischen Wissens- und Informationsvermittlung startete die hbz-Fortbildung mit Beginn des Jahres 2000 modular aufgebaute Qualifizierungsmaßnahmen, die die Bibliotheken in ihren Bemühungen unterstützen, vorhandenes Fachpersonal so weiterzubilden, dass es in anderen oder veränderten Aufgabenbereichen erfolgreich eingesetzt werden kann. Zu nennen sind die Modulreihen "Arbeitsplatz-Administration“ und "Server-Administration“ sowie - in Kooperation mit dem Weiterbildungszentrum der Freien Universität Berlin - "Recherchieren online“ und "Management in Bibliotheken“. Die Teilnahme an den Veranstaltungen steht auch Beschäftigten außerhalb der NRW-Landesverwaltung und -grenzen sowie Unternehmen offen, wodurch sich die bibliothekarische Fortbildung des hbz durch ihr jahrelanges und vielfältiges Engagement bundesweit zu einer stark nachgefragten Dienstleistung entwickeln konnte.

Zukunftskonzept
Heute bedeutet Weiterbildung auch im Angebot von Hochschulen ein immer wichtiger werdendes Tätigkeitsfeld. Daher ist die Integration des Aufgabenbereichs Fortbildung und Qualifizierung des hbz in die Fakultät für Informations- und Kommunikationswissenschaften der Fachhochschule Köln, die als einzige Hochschuleinrichtung in Nordrhein-Westfalen die Studiengänge Bibliothekswesen, Informationswirtschaft, Online-Redakteur sowie Library and Information Science anbietet, nur ein logischer Schritt. Durch die Zusammenführung der an der Fachhochschule Köln angesiedelten Studienangebote im Bereich der Informationswissenschaft und der Weiterbildung für die Informations- und Kommunikationsberufe durch das Zentrum für bibliotheks- und informationswissenschaftliche Weiterbildung - ZBIW ergibt sich eine sinnvolle und zukunftsweisende Lösung mit großen Synergieeffekten, die zu einem integrierten Konzept von Fort- und Weiterbildung führen soll. Die Erkenntnisse aus Lehre und Forschung können unmittelbar in die Fort- und Weiterbildung einfließen, wie auch umgekehrt die Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Praxis, die im Rahmen der Fortbildung und Weiterbildung ausgetauscht werden, in Forschung und Lehre Eingang finden können: ein für die Verzahnung von Theorie und Praxis idealer Zustand Das künftige Programm wird neue Schwerpunktsetzungen beinhalten, die sich inhaltlich an den vom Institut für Informationswissenschaft vermittelten Studienschwerpunkten orientieren, ohne jedoch die bisher erfolgreichen Themenbereiche des hbz zu vernachlässigen. Wesentlich für eine attraktive und erfolgreiche Programmgestaltung wird aber vor allem der enge Kontakt mit der Praxis sein, der über einen Expertenrat sichergestellt werden soll. Als unverzichtbar für die künftige Programmgestaltung werden auch die im Institut für Informationswissenschaft bereits vorliegenden Erfahrun­gen bzgl. neuer Lehr- und Lern­formen angesehen, die eine von Forschung und Lehre getrennt arbeitende Weiterbildungseinrichtung i.d.R. nur in sehr begrenztem Umfang realisieren kann. Blended Learning und kollaborative Arbeitstechniken sollen auch bei Fort- und Weiterbildung als innovative Lernformen zunehmend Berücksichtigung finden.

Ausblick
Mit der Integration des Bereichs "Fortbildung und Qualifizierung“ des Hochschulbibliothekszentrums NRW in die Fakultät für Informations- und Kommunikationswissenschaften der Fachhochschule Köln kehrt der Bereich der Fort- und Weiterbildung zurück an seinen Ursprung, er kehrt zurück an die Stätte der bibliothekarischen Ausbildung. Die Zusammenführung bietet ausreichend Platz für Synergien und innovativen Strategien, die es von nun an gemeinsam zu entwickeln gilt.
Zur Fakultät für Informations- und Kommunikationswissenschaften Zur Fachhochschule Köln